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BURGOS.

Castillo,

für ein Darlehen‘ von 600 Mark mit Sand gefüllt als Pfand übergab
(vgl. Herders Cid, 45, Romanze), — Daneben die Sara CAPITULAR,
von 1596, mit Artesonadodecke, einem Altarbilde (el Cristo de 1a
Agonfa) von Mateo Oeresn (S, xcv) und einem vlämischen Flügelaltar,
 mit der Verkündigung, Anbetung der Könige und anderen Gemälden
 (xy. Jahrh.}.

Die kleine gotische Kirche San Nicoläs (Pl. D 3; Küsterwohnung
 Calle Cabestreros 3) aus dem Ende des xv, Jahrh., und neuerdings
 gänzlich restauriert, besteht aus drei durch je zwei Pfeiler
getrennten Schiffen; schöne Gewölbe, Der Hochchor im W.,, mit
hübscher Balustrade, ruht auf vier skulptierten Bogen, Im 1. Seitenschiffe
 befinden sich drei gotische Grabdenkmäler der Familie Maluenda
 mit deren Wappen. Unter einem großen Rogen mit Engelsköpfen
 tritt man zu dem überreichen steinernen * Haustaltar, von
Francisco de Colonia (Ende des xv. Jahrh.), ausgezeichnet durch
eine große Zahl höchst sauber ausgeführter Reliefs mit Szenen aus
der biblischen Geschichte und dem Leben des h, Nikolaus; unten 1.
der Stifter und die Einsetzung des h. Abendmahls, r. die Stifterin
und Christus am Ölberg. Zu beiden Seiten des Altars die Grabmäler
 von Atfonso Polanco (+ 1490) und Gonzalo Polanco (+ 1505)
nebst ihren Frauen.
In der Nähe ist die etwas höher gelegene gotische Kirche San
Esteban (Pl. D E 2, 3), erbant 1280-1350, mit Fensterrose über dem
Westportal. In dem dreischifügen Innern beachte man die kleine
gotische Kapelle über dem Taufbecken 1. an der Fingangswand, sowie
 im Mittelschiff 1, unter der Orgelbrüstung die hübsche platereskea
Renaissancenische, mit einem Relief, das h, Abendmahl, und die
Kanzel. Das r, Seitenschiff hat eine Kanelle im plateresken Stil,
mit zwei Sarkophagen zu beiden Seiten und einem Relief, Geißelnng
Christi, über dem Portal. Über der Tür der Antesacristfa ein Gemälde
 aus dem xıv, Jahrh., das h. Abendmahl. — An die Kirche
schließt sich im S. ein Kreuzgang aus dem xmmn, Jahrhundert
Das verfallene Castillo (Pl. C D?2), zu dem man durch ein arabisches
 Tor (Arco de San Esteban} in ca, 5 Min. hinaufsteigt, bietet
eine schöne Aussicht über die Stadt, das Tal des Arlanz6n, die Cartuja
 und das Gebirge im SO. In dem Kastell residierten der mächtige
 Graf Fernän Gonzälez von Kastilien (} 970), der die Unabhänzigkeit
 von Leön anstrebte, und später die Könige von Kastilien;
hier feierte der Cid seine Hochzeit mit Jimena, Im J. 1736 zerstörte
 das Feuer die Haupträume: 1812 verteidigten sich die Franzosen
 hier erfolgreich gegen Wellington.
Steigt man vom Kastell südl. hinab, so kommt man zu dem Arco
de Fernän Gonzülez (Pl. D 3), einem von Philipp IT. dem berühmten
Burgenser (S, 27) errichteten Triumnhbogen, und, weiter N.W., zu
dem Cementerio (Pl. C 3), mit Nischengräbern (S. 237). Vor dem
Friedhofe ein Denkmal des Generals Juan Martin Diez (1775-1825,