Santa Agueda. BURGOS. 4. Route, 33

‚e1 Empecinado“. An der Landstraße nordwestl. bei dem Friedhof
hezeichnen seit 1784 drei Steindenkmäler mit dem kastilischen
Wappen und dem des Gid die Stätte des Solar del Cid (PL © 2),
4. h. seines Stammhauses. — An den Friedhof grenzt hier die vom
Kastell ausgehende alte Mauer; wir wenden uns an ihrer Außenseite
abwärts durch ein arabisches Tor (Arco de San Martin) zu dem
Paseo de los Cubos (PL B 03), benannt nach den halbrunden
Mauertürmen (cubos), die ein vortreffliches Muster altkastilischer
Befestigungskunst sind.
Auf dem nahen Paseo de ia Isia (Pl. B A 3), mit hübschen Anlagen,
befindet sich eine Bronzebüste des Cervantes (1905). Nordwestl. am Flusse
hin erreicht man im etwa 10 Min. den Puente de Malatos {Pl. A 2, 3) und
weiter in 10 Min. das Kloster Las Huelgas (S. 32.

Vom Paseo de los Cubos gelangen wir Östl, durch die Calle de
a Ronda nach der Kirche Santa Aguöda (Pl. D 3), auch S. Gadea
zenannt, einem einschiffigen gotischen Bau mit dem Grabmal des
Stifters auf der Südseite des Hauptaltars. Die Kirche ist berühmt
Jureh den Eidschwur Alfons’ VI. 1073 (S. 27), den ihm der Cid per-;önlich
 abnahm, und zwar dreimal: am Kreuz bei der Eingangspforte,
 dann bei deren Riegel (cerrojo; jetzt über der Pforte befestigt)
 und zuletzt auf das Evangelium am Hauptaltar.
Nun an der Kathedrale vorüber n.ö. durch die alte, noch von
wappengeschmückten Adelshäusern eingefaßte Calle de Fernän Gon-„ölez
 zu der Kirche San Gil (Pl. E F 2), die aus dem XIV. Jahrh.
stammt. Im Innern bemerkenswert: in der Capilla de la Natividad
(der zweiten vom Eingang links) der Retablo (S. 1xtv) mit Bildern
aus dem Leben der h. Jungfrau; in der folgenden Kapelle ein San-!simo
 Cristo, welcher mit dem der Kathedrale (8.30) um die Echtheit
 streitet; in der Capilla de Los Reyes Magos, rt. vom Hauptaltar,
zwei Bilder von Raphael Mengs (S. 68); in der Antesacristia zwei
gotische Wandgräber. -
Die Casa del Cordön (Pl. F 8), an der Plaza de la Libertad,
wurde Ende des xv..Jahrh, von dem Condestable de Velasco (S. 30)
erbaut. Die Fassade und das gotische Gesims mit Fialen und Figuren
wurden 1907 stark restauriert. Ein mit den Wappen des Erbauers
und seiner Gemahlin, einer Mendoza (S. 31), sowie dem „Cordön“
der Franziskaner seltsam verziertes Portal führt in den Hof (Patio),
nit Doppelarkaden, die durch den Umbau entstellt sind,
Man wandert weiter über die Plaza de Prim (PL. F 3), an dem
Palacio de la Diputaciön Provineial, (PL 1: F 3) und Theater
vorbei, zum Arlanzön, über den hier der Puente de San Pahlo
(P1. F 3, 4) führt. ;
Amlinken Flußufer liegt die Vorstadt Barrio de Vega. Hier
|, der lange Puseo de la. Quinta (PL. G H4; vgl. S. 34); — rechts gewährt
 der Paseo del Espoldn nuevo (Pl. E F 4) einen schönen Blick
auf die Stadt; — geradeaus geht es nach.der Calle de la’ Calera
(Pl. F 4). In dieser zwei beachtenswerte Paläste :
Baedekers Spanien u. Portugal. 4. Aufl,