BURGOS.
N’ 27 die CAsA DE ANGULO mit mächtiger, von Eektürmen
HYankierter Front, großem Portal, reichverziertem Mittelfenster und
je zwei kleineren Fenstern zur Seite; — und
N°29 die *Casa de Miranda, vom J. 1543, trotz des Verfalls
ein vortreffliches Beispiel des altkastilischen Adelshauses. Die Front
überrascht durch Einfachheit; an den Ecken kleine Rundtürme mit
Fialen und Wasserspeiern (gärgolas); Hauptportal mit korinthischen
Säulen und reichem Skulpturenschmusk.
Durch den KEingangsflur und einen Vorraum, dessen vier Bogen ein
Achteck mit überhöhter Kuppel fragen, gelangt man zu dem Treppenportal
mit skulptierten Säulen, Amorettenfries und Wappen; die Treppen selbst
3ind von einem Tonnengewölbe überspannt, Vom ersten Stock aus hat
man einen Blick in den Säulenhof (patio). Die korinthischen Kapitäle
sind in beiden Stockwerken durch Konsolen verstärkt, auf denen der
Architrav ruht. Um das zweite Stockwerk läuft unten ein reizender
Figurenfries mit Wappen und Bildnissen, oben ein zweiter Fries; auf den
Wappen liest man das Wort „paz“.

34 Route 4.

Ausflüge.

AvsFLÜGE, — Zu dem Kloster Las Huelgas, etwa 25 Min. s.w.
von Burgos (vgl. das Kärtchen auf dem Stadtplan), geht man zu Fuß
am besten auf dem r. Ufer des Arlanzön, den Paseo de los Cubos
der den Paseo de la Isla (S. 33), hinaus und dann über den Puente
de Malatos (P1.A 2,3): vom Puente de Santa Marfa (Pl. E 3) hin und
zurück 2 St, (auch Wagentour: nach Cartuja und Las Huelgas 12 p.).
Das Real Monasterio de las Huelgas (Eintritt am sichersten
bis 12 Uhr Mittag), früher ein Lustschloß der kastilischen Könige
/Huelgas, d.h. Erholung, del Rey), wurde von Alfons VIII. im J.1187
in ein vornehmes Zisterzienserinnenstift umgewandelt. Die Abtissin
„por la gracia de Dios“ hatte als „Sefiora de horca y cuchillo“ das
Recht über Leben und Tod; die Stiftsdamen (früher 100, gegenwärtig
 kaum 30) werden nicht „sor“ (Schwester), sondern „Sefiora
Jofia“ genannt.
Man betritt zuerst eine got. Vorhalle (Atrio de los Caballeros Crusados;
Küster bei Tür 3, 50 c.), über welcher ein schöner Turm aufragt, mit
Sarkophagen von Santiago- und Calatrava-Rittern, In der 4949 im gotischen
Stil (S. 11) von Ferdinand III. erbauten Kirche 3, der Coro de los Capillanos
 mit einer den Mauren 1212 in der Schlacht von Las Navas de Tolosa
ıbgenommenen Fahne und den knienden Statuen von Alfons VII. und
3einer Gemahlin Eleonore von England. R. die Klausurkirche (Männer
dürfen sie nur durch das eiserne Doppelgitter beschauen), wo die Nonnen
in dem Coro de las Seitoras vormittags der Hochmesse beiwohnen. Die
Capilla de Santiago; der Kreuzgang, die „Claustrillas“ und die „Sala Capitujar“
 sind unzugänglich,
Das Hospital del Rey, eine Pilgerherberge, 10 Min. jenseit Las
Huelgas, hat ein schönes Portal, die Kirche eine platereske Vorhalle
and eine schön geschnitzte Tür.

Die Cartuja von Miraflores, 5km s.5. von Burgos auf kahler
Höhe, erreicht man zu Fuß in 1 St. (Wagen ca. 10 p.). Man folgt dem
Paseo de la Quinta (Pl1.H 4; 8,38) bei der Fuente (15 Min.) vorüber bis
beinahe zu seinem Ende (10 Min. weiter), dann dem r. abzweigenden
breiten Fahrwege, überschreitet die (5 Min.) Eisenbahn und wendet