38 Route 5. VALLADOLID. Museum.
der Universität ein Bronzedeukmal des Cervantes (1877). Wenige
Min. südöstlich liegt das ehemalige
*Colegio de Santa Cruz (jetzt Museum ; Pl. € 4), 1480-92 von
Enrique de Egas (S. ıvın) erbaut, ein Hauptwerk des plateresken
Stils, mit dem Bildnis des vor der h, Therese knienden Gründers, des
Bischofs Mendoza, über der Tür. Das Museum (Eintritt tägl. 9-6 Uhr)
enthält beachtenswerte Holzbildwerke von Alonso de Berruguete
(S. 1xvırı), Juan de Juni, GFregorio Hernändez (S, LXXIIT; Schönes
hAruzifix ), Juan Alonso de Villabrile (Pauluskop1), Andreös de Nüjera
(prachtiges Chorgestuhl aus der S. 39 gen. Kirche San Benito, früher
berruguete zugeschrieben) und andere (vgl. S. LXXIHN) ; zwei Bronzestatuen
 der Herzoge von Lerma von Pompeo Leoni; im 1, Stock einige
moderne und ältere Gemälde (drei sehr beschädigte Kubens aus dem
Kloster von Fuensaldaha) sowie vorübergehend die Universitäts-Libliothek
 (s. S. 37); im 2. Stock primitive Bilder, Keramik, Email,
Bronzen, Yruben, 'Lextilien usw, — Nordöstl. die Kirche La Magdatena.
 (Pl. D 4), von 1570, mit wappenüberladener Fassade und
dem Grabe des Stifters Don Pedro de la Gasca im Innern, — Der
hübsche Prado de la Magdalena (Pl. D 3) wird von einem Arme des
Esgueva durchflossen.
Nördl. von der Plaza de Santa Maria (S. 37) befindet sich die Kirche
Santa Maria la Antigua (Pi. 8: U 5), im wesentlichen ein Bau des
KIL-XIH, Jahrhunderts, mit älterem romanischen Westturm, jetzt in
Restauration begriffen. Das frühgotische Innere hat einen Hochchor,
stattliche Rundpfeiler und drei parallele Apsiden ; Hochaltar von Juan
de Juni (1506). Ein Teil des n. anschließenden romanischen Kreuzyanges,
 stark restauriert, ist von der Calle de la Solanilla sichtbar.
Weiter nördl. das ehem. *Colegio de San Gregorio (Pl. 3: 03),
1488-96 von Philipp Vigarnt (S. .xvır) erbaut, im spanischen Freiheitskriege
 von den Franzosen verwüstet, jetzt ditz städtischer Behörden
 und von der Universität (S, 37) mit benutzt, Die spätgotische
Fassade (S. Lv) ist mit Statuen, Wappen und Urnamenten überreich
geschmückt; über dem Portalgiebel ein großer Baum mit den Wappen
der „Katholischen Könige“ und des Bischofs Alonso von Burgos. Die
beiden Höfe sind in neuester Zeit stark restauriert worden. Beachtenswert
 der zweite Hof, der von zweistöckigen Arkaden umgeben
ist und den ganzen spielenden Reichtum dieser Kunst entwickelt
‚vgl. S. Lv); am Kranzgesims des oberen Stockwerks abwechselnd
Jas Joch und das Pfeilbündel Ferdinands und isabellas. Auch das
stattliche Treppenhaus mit Artesonadodecke der ehemaligen Biblio-Ihek
 sind hervorzuheben, — In derselben Straße, Ecke der Plaza de
San Pablo, liegt die Kirche San Pablo (Pl. 7: U 3), 1276 gegründet,
1463 durch den Kardinal Juan Torquemada erneut und häufig Versammlungsort
 der. Uurtes, im Xvıl. Jahrh. von dem Kardinal Herzog
von kerma z. T. modernisiert, nach der französischen Plünderung
stark restauriert. Die spätgotische, an dekorativem Reichtum mit Sanrı
Gregorio wetteifernde und noch mehr den - Einfluß des platereskenu