Weiter zu der langgestreckten Gebirgskette hinan, die als Sierra de
Guadarrama und 8, de Gredos Alt- und Neukastilien scheidet (vgl.
S. 2); die Gipfel der ersteren 1, sichtbar, — 18km Ataquines, umgeben
 von sieben Hügeln, letzter Ort in der Provinz Valladolid. —
Über den Aduja, in den hier der Arevalillo mündet.
35km Ar6valo (826m), Station für das alte, jetzt 3600 Einw.
zählende Städchen, das 11/km westl. zwischen den eben, gen.
Flüssen liegt, ehemals einer der Schlüssel Kastiliens (vgl. 8. 45).
Die Bahn steigt unweit des r., Ufers des Adaja, mit Aussicht auf
die Berge von Segovia (S. 113) links und die Sierra de Villa rechts,
über (46km) Adanero hinauf nach (d5km) Sunchidriän (935m). —
61km Velayos; 72km Mingorrfa, eine alte Baskenkolonie inmitten
einer mit Granitblöcken übersäten Hügellandschaft; viel Steineichenwald,
 Zuletzt durch ein wasserarmes, nur von Zuchtstieren und
zeitweise von Wanderschafen (S. 436) belebtes Gelände, 86km Avila.

40 Route 6,

AVILA, Medina-Madrid.

Avila. — Der BAuUNHOrF (Restaurant) legt Östl. eiwas unterhalb der
Stadt. — Rückfahrkarten Madrid- Avila, mit 2, über So. oder Feiertage
3-tägiger Gültigkeit: 16.65, 12,50, 7.45 p.
GASTH. (vgl. S. xxm): H. Ingles (Pl. a: 02), Westseite der Kathedrale,
P. 6-10, Omn. 1 p.; Nuevo MH. del Jardin (Pl. b: CD 2, 3), Ostseite
der Kathedrale, P. 7 p., mäßig. Die Nachtruhe wird durch den Verkıhr
von und zu den Schnellzügen schr gestört. — Cart: Amistad, neben 5, Pedro
'D 3). — Postamt (Correo; Pl. D 3), Südseite des Mercado Grande.
Avila (1153m), Provinzialhauptstadt mit 11224 Einwohnern und
Bischofssitz, ist das römische Arela im Gebiet der Vakkäer (vgl.
S. 144), das zur Provinz Hispania citerior gehörte. Nach dem Einbruche
 der Mauren vier Jahrhunderte hindurch abwechselnd unter
arabischer und christlicher Herrschaft, wurde es erst durch Alfons VL.
von Kastilien, der 1090 die Stadt mit ihren Mauern wieder aufbauen
ließ, endgültig zurückgewonnen. Im J. 1520 war es kurze Zeit Sitz
der „Junta Santa“ der Comuneros (S, 57). Bis zum xvrı. Jahrhundert
sine der blühendsten Städte des Landes, verarmte es gänzlich durch
die Austreibung der Moriscos (1610). Sein Reichtum an mittelalterlichen
 Bauten, namentlich seine romanischen Kirchen, die zu
den schönsten Spaniens zählen, und seine uralten wohlerhaltenen,
nur noch einen Teil der Stadt umschließenden Mauern mit ihren
9 Toren und 86 Türmen machen Avila sehr sehenswert. Dazu tritt
die Eigenart der Lage auf einem nach drei Seiten steil abfallenden
Hachen Hügelrücken, in der Mitte eines von dem Adaja durchströmten,
 von hohen Gebirgen (Sierra de’ Malagön im O., Sierra de Arila
im NW., Puramera de Avila im SW.) umschlossenen und nur naclı N.
offenen baumlosen Hochlandes, Das Klima ist außerordentlich rauh.
Vom Bahnhof (r. von Pl. E 2) führt eine breite Straße an zwei
Promenaden, dem (r.) Puseo de San Antonio und dem (1.) Campo de
Recreo (Pl. E 2), vorbei zu der östl, Neustadt und weiter zu der
(15 Min.) Kirche San Vicente (S. 48) und der schönen Puerta de San
Vicente (PL. C 2), dem nordöstl. Stadttor, mit zwei aus der Stadtmauer
 im Halbrund heraustretenden zinnenbekrönten Türmen.