Medina - Madrid, AVILA, 6, Route, 41

welche ein Wehrgang in Form einer Brücke oben verbindet, —
Durch die Calle del Tostado, gleich innerhalb des Tores 1., erreicht
man s.w. mit wenigen Schritten die Kathedrale,
Die * Kathedrale (Pl. U 2, 3), San Salvador, ein burgartiger
Granitbau, angeblich schon unter Fernän Gonzälez (8.27) gegründet,
wurde nach der endgültigen Wiedereroberung der Stadt 1091 von
Jem Navarrer Alvar Garcfa im romanischen Stil neu begonnen, aber
größtenteils erst im xım. und xIv. Jahrhundert im gotischen Stil
arrichtet, Die östl. Teile der Kirche lehnen sich an die Stadtmauer
an, die gewaltige Hauptapsis, mit Wehrgang und doppeltem Zinnenkranz,
 tritt sogar als Turm über sie hinaus (vgl. S. 1111). Von den
beiden Türmen der Westfassade ist der nördliche allein ausgebaut
(xıv.Jahrh.); am Portal (xv1. Jahrh.) bilden zwei wilde Männer (mazeros,
 d.h. Stabträger) aus Granit die Wächter. Reicher ist der
aastische Schmuck des Nordportals (x1v. Jahrh.). ;
Das *Innere, eine dreischifüge Pfeilerbasilika, macht einen
würdigen Eindruck, Das Langhaus ist in dem hohen Mittelschiff,
mit zwei Triforienreihen und z. T. nachträglich vermauerten Fenstern
 (S. zv), 94m, in den niedrigen Seitenschiffen 7,g9m breit;
der niedrige Uhoreinbau stammt aus dem xvr. Jahrhundert, An
las breite, durch prächtige Glasgemälde ausgezeichnete Querschiff
schließen sich zwei äußerst kleine Nebenapsiden; um die Capilla
Mayor laufen zwei durch eine Säulenstellung geschiedene Umgänge,
sowie neun in dem Halbrund der Umfassungsmauer ausgesparte Kapellen.
 — Im linken Seitenschiff: 1. Kapelle mit Kopie nach Michelangelos
 Pieta; 2. Kapelle mit alter Kopie nach Raffaels verschollener
Madonna von Loreto (um eine Figur erweitert). — Am Trascoro
zute Reliefs aus der Geschichte Christi (um 1530), Das reiche Chorzestühl
 ist ein Werk des Juan Rodrigo und des Holländers Cornielis
(1536-47). — Die Capilla Mayor hat einen Altar vom J. 1508, mit
zehn Bildern aus der Geschichte Christi und den Figuren der H. Peirus
 und Paulus, sowie der vier Evangelisten und der vier Kirchenväter,
 von Juan de Borgofia, Pedro Berruguete und Santos Cruz
(S. .xxx), An den Pfeilern dieser Kapelle zwei Renaissancealtäre,
!. der Altar der h. Katharina (S. 1xvı), r. der des h, Secundus, Sehr
hübsch sind die beiden Kanzeln aus getriebenem Eisen (xvr, Jahrh.).
— Am Trassagrario das Renaissancegrabmal des Bischofs Alfonso
T’ostado de Madrigal (+ 1455), von Domenico Fancelli (S, LXVI; oder
Vasco de la Zarza ?), zu beiden Seiten Reliefs mit den vier Evangelisten
in reicher Umrahmung. — Man beachte auch, in der ganzen Kirche, die
Zahlreichen gotischen Nischengräber, mit originell ornamentierten
Sarkophagen, —. Angrenzend die Sakristei mit schönem gotischen,
Jurch Vergoldung verdorbenen Gewölbe und vier glasierten Tonreliefs,
 Kreuztragung, Kreuzigung, Kreuzabnahme und Auferstehung;
eicher Alabasteraltar, vielleicht von Berruguete (vgl. S. 1x1X). Im
Vorraum zeigt man eine berühmte Custodia von Juan de Arphe
5741, S. xx: Trkg.). — Der eüdl. anstoßende got. KREUZGANG