42 Route 6. AVILA, Von Medina d. C.

(Claustro}, den man durch ein romanisches Tor des xt. J. ahrh, betritt,
stammt aus dem xIv. Jahrh., ist aber durch Umbauten entstellt. —
Vom Turm (Trkg.) hat man einen interessanten Blick über die Stadt.
Wir wenden uns vom Hauptportal der Kathedrale südl. an dem
Kreuzgange und weiter an der Stadtmauer entlang zu der Puerta del
Alcäzar (Pl. © 3), von ähnlicher Anlage wie die S, 40 gen, Puerta
de San Vicente, und durch das Tor auf die Plaza del Alcäzar
(Mercado Grande; Pl. OD 3), in deren Mitte ein Denkmal für berühmte
 Avilaer steht. — Die Ustseite des Platzes begrenzt die Kirche
San Pedro (Pl. D 3; geöffnet bis 4U Uhr vorm. ; Küsterwohnung
Calle de San Segundo 7), ein Sandsteinbau aus dem XI.-XIM, Jahrhundert,
 mit rein romanischem dreischiffigen Langhause, Querschiff
und Chor im Übergangsstil, schöner Vierungskuppel und drei halbrunden
 Parallelapsiden (vgl. S. 1m). Außen beachte man die
Fensterrose der Fassade und die drei rundbogigen Portale. An den
Wänden des Seitenschiffs Teile eines Altarwerkes von Santos Crus
(um 1510).
Nun über die Plazuela del Marqugs de Novaliches, an der Rückseite
 der Kirche, und östl. durch die Calle de San Roque, dann 1.
den Paseo de Santo Tomäs hinab zu dem (8 Min.) Dominikanerkloster
Santo Tomas (Pl. E 4), von den „Katholischen Königen“ im
J. 148% gegründet. In der Kcke 1. klingeln! Aus dem Vorhofe betritt
 man durch ein statuengeschmücktes Portal die spätgotische
Kıroye, einen einschiftigen Bau, mit zwei Kapellenreihen, Querschiff,
 Hochchor an der Eingangswand und einer entsprechenden,
auf einem flachen Bogen ruhenden Galerie an der Ostwand. Der
Retablo oben auf der Galerie ist ein Hauptwerk der altspanischen
Schule (S. 1xxx): in der Mitte der h. Thomas von Aquino, 1. und
r. vier Darstellungen aus dem Leben des Heiligen, unten die vier
Kirchenväter, Im Querschiff das * Marmordenkmal des Prinzen Juan
(+ 1497), einzigen Sohnes der Katholischen Könige, von Dom. Fancetli
 (8. uxvı); die schöne Gestalt des jugendlichen Fürsten ruht
auf einem breiten Sarkophage mit Relieftiguren und Urnamenten.
Auch das Marmorgrab des Juan de Avila und der Juana Veläzquez,
vom J. 1504, in der dritten nördl. Seitenkapelle des Langhauses.
wird Fancelli zugeschrieben. Im Chor spätgotisches Stuhlwerk,
Von der Thomaskirche aus unternimmt man am besten eine
Umwanderung der Altstadt zur Besichtigung der 2400m langen
antiken *Stadtmauern, die 1090-99 neu ausgebaut wurden, und
verbindet .damit den Besuch der übrigen Sehenswürdigkeiten, Ein
Fahrweg, die Carrera de Santo Tomäs und die Calle de San Cristöbal,
führt zunächst ziemlich eben ca, 10 Min. n.W. durch den Barrio de
las Vacas und steigt dann in ca. d Min. hinauf zu der Puerta del Rastro
(Pı. B € 3); vor derselben der Paseo del Rastro, mit hübscher Aus“
sicht über das bergumkränzte Ambles-Tal, — 3 Min, west]. die
Puerta de Santa Teresa (PL B 3). An dem kleinen Platze jenseit
jes Tores der ehemalige Convento de Santa Teresa (Pl, B 3), mit