nach Madrid, AVILA,

6. Route, 43

einer Kirche im Herrerastil, errichtet an der Stelle des Geburtshauses
 der vielgefeierten Stadtheiligen (1515-82), die in dem jetzt
von Mönchen bewohnten Convento de ta Encarnacidn (jenseit Pl.C1)
Nonne und später Priorin war; dort sind noch zwei kapellen ihrem
Kult geöffnet und wird ihre Prozessionsstatue aufbewahrt, — Die
Westseite des Platzes an der Puerta de Santa Teresa nimmt die
Casa del Dugque de ia Roca ein, aus dem XV. Jahrhundert, mit säulengeschmückter
 | assade von 1541.
Zurück und die Stadtmauer entlang hinab zur Puerta del Puente
(Pl. A 2), dann der Straße nach, die gleich unterhalb des "Tores den
Adaja auf einer neuen Brücke überschreitet (nebenan 1. unten die
fünftbogige alte Brücke), und am jenseitigen Ufer wenige Min. autwärts
 bis zu einem Steinkreuz („Uruz de los cuatro postes“); hier
prächtiger “Blick auf Avila und die turmreiche westi, Stadtmauer.
Man kehrt nun entweder durch die Puerta del Puente, die
Calle San Esteban, mit der Kirche San Lsteban (PL. A B 2), und die
Calle de Vallespin (C. de la Rua), mit dem (r.) im plateresken Stil
erbauten Palacio de Polentinos (Pı. B Q; jetzt Militär - Verwaltungsschule),
 und weiter über die Plaza Mayor (Pl. U 2; Pl. de la Lonstituciön,
 auch Mercado chico genannt) nach der Kathedrale zurück,
_— oder man wendet sich von der Puerta del Puente uoch zu der
(2 Min.) unmittelbar über dem Fluß gelegenen kleinen Kirche
San Segundo (Pl, A 1; Schlüssel in dem Bauernhause r., 30 6.),
romanischen Stils. Hübsches Portal. Das innere, fast quadratisch,
hat drei Schiffe und drei halbrunde Apsiden; zu beachten die Holzdecke
 und die Kapitäle über den Granitsäulen; neben der Hauptapsis
 r. das Grab des h. Secundus, Bischofs von Avila, mit der knieenden
 Gestalt des Heiligen, von Berruguete (S. LXVIM).
Dann umwandere man die Nordseite der Stadt, an der (1.) kleinen
Ermita de San Martin (PL. BU 1) vorbei, bis zu der hochgelegenen
 ehemaligen Kirche
*gan Vicente (Pl. D 2; vgl. S. 111), jetzt Nationalmonument und
in Restauration begriffen. Wahrscheinlich im xır, Jahrh. begannen,
kamen Bau und Ausschmückung der Kirche erst im XY. Jahrh. zum
Abschluß, Die Westfassade wird von zwei Türmen eingefaßt, dem
modern restaurierten, unvollendeten Südturm und dem, kürzlich
gleichfalls restaurierten nördl, Glockenturm aus dem x11,-XV. Jahrh.;
zwischen beiden und in deren Erdgeschoß eine hohe offene Vorhalle,
 mit einem igurenreichen, aber sehr zerstörten Doppelportal
(vgl. S. uxum). Durch eine loggienartige, nur teilweise vollendete
Granithalle, die gegen den Sandstein der Kirche seltsam absticht, gelangt
 man zu dem einfacheren Südportal (Kalksteinstatuen, 5. LAN),
das gewöhnlich allein geöffnet ist.
Las Innere (Sakristan Valle de Valladolid 5), eine dreischifüge
Pfeilerbasilika von 54m Länge, hat ein rein romanisches, neuerdings
 restauriertes Langhaus, mit Empore, ein weitausladendes, in
den vortretenden Teilen mit Tonnengewölben bedecktes Querschiff