44 Route 6.

AVYVILA. Medina -Madrid,

und einen Chor im Übergangsstil, sowie drei halbrunde Apsiden,
An der Chorseite der achteckigen Vierungskuppel ein bemaltes
holzgeschnitztes Relief, Christus am Kreuz mit Maria und Johannes
(xıv. Jahrh.); unter der Vierung steht, ruhend auf einem von gekuppelten
 Säulen getragenen Fostament und überhöht von einem
spätgotischen Baldachin von 1465, der Sarkophag des h. Vinzenz und
seiner Schwestern Sabina und Cristeta, mit merkwürdigen Reliefs
aus dem x! Jahrhundert (8. 1x), Die modernisierte Krypta, zu
der am Ende des 1. Seitenschiffs eine Treppe hinabführt, umschließt
einen Felsen, auf welchem der h, Vinzenz mit seinen Schwestern im
3. 303 die Marter erlitt.
Nördl. unterhalb San Vicente Kegt die Kirche San Andres
(Pl. D 1), ein spätromanischer Bau aus dem XIL-XUL Jahrhundert.
ökm östl. von Avila (Omnibus vom Mercado Grande täglich, hin und
zurück 2 p.) liegen die Bäder von Santa Teresa (Banos de Revenga, 1236m),
mit stickstoffhaltigem Wasser: geöffnet vom 1. Juni bis Kinde September,
Verpflegung 6 p. taglich, Zimmer 2 p.
DILIGENCE nach Peßaranda (S7km, 8 p.) täglich 8 Uhr nachts zum Anschluß
 an den Frühzug von dort nacn Salamanca (sS, S, 159)

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Jenseit Avila führt die Bahn in scharfer Ostwendung durch eine
öde, im Winter oft schneebedeckıe Gebirgslandschaft, Der sechste
Tunnel durchschneidet in 136Um Höhe den Puerto de Avila, die Einsattelung
 zwischen der (östl.) Sierra de Malagön und. der (südwestl.)}
Paramera de Avila, den Bindegliedern zwischen der Sierra de Guadarrama
 und der Sierra de Gredos, — 1U9km Herradön-La Candda,
Abwärts in vielen Kehren an dem steilen Südabhange der Sien 4
de Malagön hin und über mehrere kleine Nebenflüsse des zum Tat
Nießenden Alberche; 1. bald prächtiger Blick in das Alberchetal mit
dem von Ölbäumen und Weinpflanzungen umgebenen Städtchen
Cebreros (berühmte Trauben „Albillo“), im 8. fern die Berge von
Toledo. — 118km Navalperal (12 10m). — Ausgedehnte Steineichenund
 Pinienwaldungen (Harzkultur), —123km Las Navasde) Marqu6s,
mit dem im xvr. Jahrh. von Don Fedro de Avila, dem ersten Marqu6s
de las Navas, erbauten Palast der Herzöge von Medinaceli (im Hof
eingemauert römische Architekturreste und Inschriitsteine aus M6rida
und anderen Orten). Die Bahn wendet sich in weitem Bogen nach
Siiden. Mehrere Brücken und neun Tunnel, —141km Robledo (100m),
Station für das ökm östl. gelegene Städtchen Robledo de Chavela,
dessen Pfarrkirche ein übermaltes Altarwerk von Antonio del Rincon
(S. zxxvır) enthält. — Dann nordöstl. durch einen Tunnel und über
ein mit gewaltigen Granitblöcken übersätes Gletscherteld; r. dehnt
sich die einförmige, z. I. mit Getreidefeldern, Wein- und Olivenpflanzungen
 bedeckte Hochebene Neukastiliens aus.
149km Escorial (927m), 8. S. 105,
Weiter durch den Engpaß von Navalquejigo und jenseit (160km)
Las Zorreras über den Guadarrama,