OLMEDO. 7. Route. 45

461km Villalba (876m), in einem weiten, von den südl. Aus-Läufern
 des Guadarramagebirges umschlossenen Hochtal, Knotenpunkt
 für Medina-Madrid über Segovia (R. 7; Wagenwechsel).
Unsere Linie wendet sich im Guadarrama-Tale abwärts südösttich:
 einsame Felslandschaft, Cistus und Steineichengestrüpp, —
{69km Torrelodones,?eine Villenkolonie. — Viel Einschnitte und ein
Tunnel. 177km Las Matas. — Weiter durch die neukastilische Ebene,
— 182km Las Rozas. L. in der Ferne das Schloß Ei Pardo (S. 105).
{91km Pozuelo, zwischen steineichen- und pinienbewachsenen
Hügeln gelegen, mit vielen Landhänsern der Madrider, — L. Rückblick
 auf das Guadarramagebirge. Über den Manzanares; 1. auf der
Höhe die Kaserne Cuartel de 1a Montafia (S. 98), weiterhin der
königliche Palast. — 199km Madrid (S. 47; Nordbahnhof).

7. Von Medina del Campo über Segovia nach Villalba
(Madrid).

{56km Eisenbahn, tägl. ein Schnellzug (Rdpido mit Lu. II, Kl. ; 8. ST)
und 4 Personenzüge, sowie Mi.,. Fr. und So. (umgekehrt Di., Do, und 8a.)
ein von Gijön kamm*nder Räpido (nur I. Kl. mit Speisewagen), in 4-61/7 St.
für 18.50, 14.65, 8.80 p. (bis Madrid 19km in ca, 412-8 St. für 24.90, 18.70,
41.20 p.). Bıhnrestaurants nur in Medina del Campo und Segovia, — Die
83km (in der Luftlinie nur 30km) lange Strecke von Segovia bis Villalba
zeichnet sich durch großartige Kunstbauten aus,
Medina del Campo s. S. 26. — Schwachbevölkerte öde Landschaft,
3km Pozal de Gallinas,
22km Olmedo, altes Städtchen von 2800 Einw., ehemals reich an
Klöstern und als Sitz mächtiger Adelsgeschlechter stark befestigt:
Quien de Castilla sekor pretenda ser, 4 Olmedo y Arävalo (S. 40) de
&amp;u parte ha de tener („Wer Kastilien‘ zu beherrschen trachtet, muß
Olmedo und Ar6valo auf seiner Seite haben“) hieß es im Volksmunde.
Die Bahn tritt in die kastilische Provinz Segovia, überschreitet
die unvollendet gebliebenen Berieselungsanlagen des Canal de Castilla
 (S. 25) und berührt mehrere ärmliche Dörfer.
37km Coca (kein erträgl. Wirtsh.), unbedeutendes Städtchen, in
einem Delta zwischen dem Eresma und seinem Nebenfluß Voltoya.
Der Ort, als Cauca Hauptstadt des iberischen Stammes der Vakkäeor,
151 vor Chr. von dem römischen Konsul Lucius Lucullus durch Betrug
 erobert und verwüstet, spielte im Mittolalter eine Rolle als
Stammsitz der Fonsecas, deren im XV. Jahrh, erbautes *XSoHLOß zum
Teil erhalten ist und mit seinen Gräben und Türmen zu den schönsten
Ruinen seiner Art gehört (S. 1x1). Die Pfarrkirche SANTA MARIA enthält
 vier *Grabmäler des jetzt ausgestorbenen Geschlechts (S. LXYIT):
", vom Altar das Grab des kunstsinnigen Bischofs von Burgos, Juan
Rodriguez de Fonseca, von Bart. Ordöfez; gegenüber das des Erzbischofs
 von Sevilla, Alonso de Fonseca (gest. 14738) ;.im Querschiff
die Doppelgräber seiner Eltern und des Alonso de Fonseca (gest.
1505) mit seiner Mutter, gute italienische Arbeiten des XYL Jahr-