MADRID. 8. Route. 59

fang erhielt der Platz 1856. Südlich begrenzt ihn .das Ministerio de
la Qobernaeidn (PL. F 8; Ministerium des Innern), mit der vom astronomischen
 Observatorium aus regulierten Normaluhr, Auf den andern
 Seiten große Hotels und Cafes (S, 47, 48). Zehn Straßen gehen
von hier aus,
Die Carrera de San Jerönimo und die Calle de Alcalä
im Osten führen von der Puerta del Sol zu den großen Paseos am
Ostrande der inneren Stadt. Die erstgenannte Straße, mit den
glänzendsten Läden, der nächste Zugang zu dem Prado- Museum
(S. 63), senkt sich nach ca, 5 Min. und erweitert sich zu der Plaza
de las Cortes (S. 62). Die Calle de Alcal&amp;, die breiteste Straße der
inneren Stadt, bildet eine beliebte Promenade der feinen Welt (vgl.
8. 54) und zugleich einen Hauptschauplatz für öffentliche Aufzüge.
—_ In der Calle de Alcalä gleich 1., no 11-13, die
Real Academia de Bellas Artes (Pl. F 7), die ehem. Academic
de Nobles Artes de San Fernando, 1752 gegründet, für Malerei,
Skulptur, Baukunst und Musik. Der I. Stock enthält eine kleine
GEMÄLDEGALERIE (Eintritt s. S. 55; Eingang r.), die zwar seit 1902
ihre besten Stücke an das Prado-Museum abgegeben hat, aber wegen
einiger Murillo, Goya und Ribera noch immer Beachtung verdient.
Wir wenden uns vom Eingang zunächst in das letzte Zimmer links
(Saldn de Sesiones): T. U, Coello, h. Domingo de Gusmanz Goya, Porträt
des Principe de la Pas (Godoy; 8.421); Marınus, der h. Hieronymus (1583);
Alonso Cano, Geißelung Christi; Murillo, Auferstehung Christi (S. xC);
P. Batoni, Marter der h. Lucia; Rubens, der h, Augustinus zwischen Christus
und Maria, aus des Meisters mittlerer Zeit, mit Beihilfe von Schülern;
L. Giordano, Maria mit dem Kinde; Ribera, Kece homo; Alonso Cano, Christus
am Kreuze; Domenichino, das Haupt Johannes’ d, T,; Morales, Kcce homo;
Tiepolo, Kopf eines alten Munnes,
In dem anstoßenden Mittelzimmer: r, Raph. Menges, Bildnis der Marquise
 de Llano; Zurbarän, Entzückung des h, Benedikt, heiles treffliches
Bild (4630); *Goya, Porträt des 3. L. de Munarriz; *Aurillo, der h, Diego de
Alcal£ speist Arme (S. LXXX1x); Fr. Albani, Urteil des Paris; Murilio, St.
Franciscus der Engelmusik Jauschend („der himmlische Geiger“, S. LXXXIX);
Morales, Beweinung Christiz *Rıbera, Himmelfahrt der h. Magdalena, frühes
Hauptwerk (1626); endlich hoch von Gvya das Bildnis der „Tırana” (Maria
Fernändez), ein Porträt des L. Fernändez de Moratin und eine Anzahl geistreicher
 Skizzen, Stiergefechts-, Tollhaus-, Flagellanten-, Karnevals- und Inquisitionsszenen.
 — An der Fensterwand : Juan Carreiio, hüßende Magdalena:
L. van Loo, Venus, Merkur und Kupido.
Eingangsraum: T., * xibera, Entzüuckung des h, Antonius von Padua;
Ridera, der h. Hieronymus; Alonso Cano, Maria am Leichnam Christiz
Madrazo, Porträt des J. Amador de 103 Rios; *Goya, Selbstporträtz Goya,
Porträt des J. de Villanuevaz Rubens, Susanna im Bade, frühes derbes Bild,
um 1610 gemalt; 4. Pereda, der Traum vom Leben, vielleicht eine Darstellung
 der Vergänglichkeit (die Inschrift „aeterne pungit, cito volat el
oecidit“ bezieht sich auf den diegenden Pfeil).
„In den anschließenden Sälen rechts vom Eingang: X Ribera, Beweinung
 Christi; Rubens, Herkules und Omphale; Murillo, h. Magdalena;
foya, Reiterbild des Königs Ferdinand V1L1,, sowie mehrere Porträtbilder von
V, Löpez (u. a, Königin Maria Christina) und FF. Madrato (u. 8. Königin
Isabella 11.) und eine Statue des h. Bruno, aus weißem Kalkstein, von dem
portug. Bildhauer Manuel Pereira (xvan Jahrh.).
Neben der Akademie ist das 19410 vollendete Prachtgebäude des
Casino de Madrid (S. 52). Weiter r.. an der Ecke der belebten Calle