60 Route8. . MADRID, a. Vonder Puerta del Sol

de Sevilla, das stattliche Gebäude der amerikanischen Versicherungsgesellschaft
 Equitable, wo auch die Internationale Schlafwagengesellschaft
 ihren Sitz hat; 1., jenseit der Calle de Peligros, die Zglesia de
las Calatravas (Pl, G 7), aus dem xvır, Jahrhundert, ferner die Kirche
San Jose (Pl.6G 7), vom J. 1742, und das S. 53 gen. Teatro Ap lo. Bei
der Kirche San Jose wurden 1Y1U die Arbeiten für den 50m breiten
Boulevard („tiran Via“) begonnen, der nach NW. über die Calle de
Hortaleza, Plaza del Callao und Calle de San Bernardo bis zur Plaza
de San Marcial (Pl. E 6) durchgebrochen werden soll. R. mündet die
Calle del Marques de Oubas; an der Ecke wurde am 27, vez. 1870 der
General Prim bei der Rückfahrt vom Kongreß (S. 61) ermordet.
Die gleich jenseit des Apollo-Theaters 1. abuweigende Calle del Barquillo
 führt zu der kleinen Fıaza del Rey (Pl. G %), mit Anlagen und
sinem Standbilde des Leutnants Jacinto Auiz, eines Teilnehmers am Aufstande
des Dus de Mayo (s. unten), von M, Benlliure,
Am Ende der inneren Calle de Alcalä hegen: 1. auf der Höhe in
dem großen Garten der Palacio del Ministerio de la Querra (PLGH6,7;
Kriegsministerium), ehemals Eigentum des berüchtigten „Friedensfürsten“
 Godoy (S. 121), 1808 vom Staate beschlagnahmt, 1841-43
Wohnsitz des Regenten Espartero, 1569-70 des Generals Prim;
rechts, mit der langen Hauptfront am Salön del Prado, der Prachtbau
 des Banco de Espalia (Pl. H 7), 1884-91 von Adaro und Sainz
de la Lastra errichtet. im Innern einige Porträte Goyas,
Die C. de Alcalä durchschneidet die Plaza de Libeles (Pl.
H 7). In der Mitte die schöne Fuente de Ciheles, von Robert Michel
und Francisco Gutierrez (xvım Jahrh.), mit Marmorgruppe der
Kybele auf einem von Löwen gezogenen Wagen. R, geht das gewaltige
 neue Hauptpostamt (Correos) seiner Vollendung entgegen.
— Die hier beginnende äußere Calle de Alcalä führt geradeaus zu
der Plaza de la Independencia (S. 81), wo einer der Haupteingänge
des Parkes El Retiro (S. 80) ist. Nördl. zweigt der Paseo de Recoletos
 (S. 82) ab. Wir wenden uns zunächst südl. zum
*Prado, der von Lope de Vega und andern Dichtern besungenen
„Wiese“ (pratum) von San Jerönimo, die bis zur Eröffnung der
nördlichen Paseos die beliebteste Promenade Madrids war. Der
Hauptteil, der sog, Salön del Prado (Pl. H 7, 8), ist von Baumreihen
 eingefaßt. Seine Mitte nimmt die Fuente de Apolo ein,
1780 von Ventura Rodriguez errichtet, mit Statuen des Apollo und
der vier Jahreszeiten von Manuel Alvares,
Schräg gegenüber, auf der Plaza de la Lealtad, steht umgeben
von Anlagen und einem Gitter, das Monumento del Dos de Mayo
(Pl. H 8), gewidmet den am 2. Mai 1808 bei dem Aufstande gegen
die Franzosen gefallenen „Märtyrern der F reiheit“, namentlich den
Artillerieoffizieren Luis Daoiz und Pedro Velarde (8, 92). Der
Aufstand, der infolge der Wegführung der Prinzen beim kgl. Palast
seinen Anfang nahm, wurde von Murat bald niedergeschlagen und
zab Veranlassung zu einem fürehterlichen Blutbad (vgl. das S. 59
gen. Bild Goyas), aler auch zu der Erhebung des spanischen Volkes