zum Prado. MADRID.

8. Route, 63

Witwe Ferdinands VII), von Mariano Benlliure, und das Mus zo
yn REPRODUCCIONES ARTISTICAS (Pl. H 8), eine Sammlung von
Gipsabgüssen und andern Nachbildungen alter und neuer Kunst -
werke, die in dem umgebauten Casdn de Felipe IV (S. 81) untervebracht
 sind, mit Deckenfresken von Luc« Giordano im Haupt-:aal:
 Allegorie der Stiftung des Ordens vom Goldenen Vlies (Toisön,
je Oro). Der Eingang ist in der Calle Alfonso XII (S. 80, Eintritt
3, 8. 55).
Der Botanische Garten (Pl. H 9; Eintritt 8. S. 55; Haupteinang
 Plaza de Maürillo), 1774 gegründet, kann sich mit den Gärten
Valenecias oder gar Portugals nicht messen, In der langen Allee, die
sich 1. vom Eingang von N. nach S. zieht, Statuen der Botaniker
Quer, Clemente, M. Lagasca und Cavanitles. Die Gewächshäuser
(estufas) sind im N. und O. des Gartens,
Der Paseo del Prado (S. 62) mündet südl, auf den großen Platz
vor dem Südbahnhof (S. 104).

b. Das Museo del Prado,
Das *X* Museo del Prado oder Museo Nacional de Pintura y Esaultura
 (PL, H 8) umfaßt die Sammlung der Skulpturen und die be-‚ühmte
 Gemäldegalerie, — Das Gebäude wurde 1785 unter Karl IIL
Jurch den in Italien gebildeten Baumeister Juan de Villanueva begonnen
 und, nach längerer Pause während der französischen Invasion,
unter Ferdinand VII. allmählich vollendet. Das Äußere verdient
alle Anerkennung, dagegen ermangelten die Innenräume,. die utsprünglich
 zur Aufnahme naturwissenschaftlicher Sammlungen bestimmt
 waren, vielfach des zur Betrachtung der Kunstwerke notwendigen
 Lichtes. 18985 wurde unter Leitung von Fernando Arbös ein
umfassender Umbau begonnen, der wesentliche Verbesserungen £6-bracht
 hat. Der Haupteingang ist in der Calle de Felipe IV (S. 62).
Auf der Freitreppe eine Bronzestatue des Malers Fr. Goya, in T08-istischer
 Auffassung, von Jose Llaneces (Paris, 1904). — Museumslirektor
 ist der Maler Jos£ Villegas, Konservator der Gemäldesammlung
 der Maler Salvador Viniegra. Guter Katalog der Gemälde von
Pedro de Madrazo, 10. Aufl. 4940, 4 p., mit Hlustr. 10 p. Es gibt
für einzelne Künstler (Veläzquez, Zurbarän, El Greco u. a.) illu+
Strierte Spezialkataloge. Abbildungen von Gemälden des Museums
u 84 Photogravüren erschienen dei F. Hanfstaengl, München,
1907-10, mit Text von Karl Voll (vorrätig bei Adriin Romo, 5. 52).
Eintrittsstunden s. S. 55.
in Die ** Sammlung der älteren Gemälde ist eine der bedeuw“
 nüsten und der Entstehungszeit nach auch eine der ältesten der
a Die Schätze des kunstliebenden Kaisers Karl V., die großen-CS
 8 nach Spanien kamen, wurden von den gleich kunstbegeisterten
Snigen Philipp IL und Philipp IV.rasch vermehrt. Durch Philipp Varhielt
 dia Sammlung sodann noch einen heträchtlichen YZuwachs