e. Nördl. Stadtteile. MADRID, 8. Route. 91

Hochaltar ein großes Gemälde von Rubens enthält; die Kreuzigung
des h. Andreas in Gegenwart der H. Maria Magdalena und Georg (?),
zus des Malers späterer Zeit (Küster Tür r, vom Portal, 50 c.; beste
Zeit 1 Uhr nachmittags). — Unweit östl., am Kreuzungspunkte der
Calle Lista und Calle Veläzgues (1. Pl, 1 4, 5), das 1903 enthüllte
Denkmal des Maryues de Salamanca (7 1883), Erbauers der ersten
Eisenbahnen in Spanien, mit Bronzestatue von J. Sufol. Am
Kreuzungspunkt der Calle Veläzquez und der Calle Goya. (PL. I 6)
die 1905 vom Retiro hierher versetzte Bronzestatue Goyas, von
M. Benlliure, an deren Postament die „Caprichos“ und die Figur
der nackten Maja (5. 69) angebracht sind.

Eine der belebtesten Straßen im nördlichen Stadtteil ist die von
jer Puerta del Sol (S. 58) n.ö. abzweigende kurze Calle de 1a Montera
 (Pl. I 7) mit ihren Fortsetzungen : der 1!/akm langen Calle
deFuencarral und der an der Plaza de Santa Bärbara (1. Pl. G 5)
endigenden Calle de Hortaleza, die von mehreren Straßenbahnen
 befahren werden, In letzterer 1. die Kirche San Antonio
Abad (Pl. G 6), mit einem großen Bild von Goya aus seiner späten
Zeit. — Unweit nordwestl., an der von der C. de Fuencarral zur
Plaza de Santa Bärbara führenden Calle de San Mateo (Pl.G 6),
no 5, die Eseuela superior de artes € industrias (Kunst- und Gewerbeschule),
 die in der ehemaligen, durch die Militärrevolten von 1836,
48, 54 bekannten Kaserne „Cuartel de San Mateo“ eingerichtet ist;
1838 saß hier Aug, v. Goeben (S. 206) als Kriegsgefangener, An die
Plaza de Santa Barbara schließt sich nördl. die Plazadeo Alonso
Martinez (L. Pl. &amp; 5), mit dem 1902 errichteten Marmorstandbild
des Dichters Quevedo (f 1645) von A. Querol. Weiter durch die Calle
Sagasta zur Glorieta de Bilbao (1. Pl. 2: F 5), mit ebenfalls
1902 enthülltem Denkmal des Staatsmannes Bravo Murillo (T 1873),
von Trilles. — Die Calle de Fuencarral mündet jenseit der Glorieta
Ae Bilbao auf die Glorieta de Quevedo (1L Pl. F 4), Kreuzungspunkt
 mehrerer Straßenbahnen (S. 49, 50). — Die breite Calle de
Bravo Murillo (Straßenbahn n° 17) führt nördl.. hinauf nach den
Depösitos del Canal de Lozoya (1. Pl. F Q; Eintritt s. S. 55), dem
Wasserwerk von Madrid, das im höchsten Teile der Stadt auf beiden
Seiten der Straße liegt, Links das älteste Gebäude aus dem J. 1858,
mit einer Fontäne und drei allegorischen Figuren, die sich auf den
Lozoya-Fluß beziehen, dessen Wasser die Leitung speist (S. 120).
Das neuere Gebäude, östl, der Straße, 1853 vollendet, enthält ein
von 1040 Granitpfeilern getragenes 207m langes, 137m breites
Gewölbe mit einem Wasservorrat von 180000 Kubikmeter. Weiter
östl, ein 1911 vollendeter, 37m hoher Wasserturm für die höher
gelegenen Stadtteile. — Nördlich von dem Wasserwerk, kurz vor
der Giorieta de los Cuatro Caminos (I. Pl F 1), sind die von
Pfarrer Fliedner geschaffenen spanischen evangelischen Schulen „El
Porvenir“.