92 Route 8.

MADRID. f. Westl. Stadtteil:

Eine wichtige Verkehrsstraße des nördl, Stadtteils ist auch die
von der Plaza de Santo Domingo ausgehende Calle de San Bernardo
 (Pl. E 7, 6; Straßenbahnen 8. 49, 50: n° 3, 13 u. 14), in
welcher das Justisministerium und die Universität (Pl. E 6) liegen,
letztere 1836 aus Alcalä de Henafes (S, 188) mit dem Titel Universidad
 Central nach Madrid verlegt und seit 1842 in dem früheren
Jesuiten-Noviziat (El Noviciado) untergebracht,
Die Calle San Bernardo führt weiter an dem neuen Kloster der
Salesianerinnen ( Convento de las Salesas) und dem ehem, Kloster von
Monserrat, jetzt Frauengefängnis (Cärcel de mujeres), dann an dem
zroßen Hospital de la Princesa (I. Pl. E 5) vorüber nach derG1orieta
de San Bernardo (I. Pl. F 5), ebenfalls Kreuzungspunkt
mehrerer Straßenbahnen (S. 49-51: 3, 11, c, a). Der Platz, auf dem
1908 zur Jahrhundertfeier des Dos de Mayo (S. 60) ein Erinnerungsdenkmal,
 von Aniceto de Marinas, errichtet wurde, liegt auf dem
Gebiet des ehemaligen Quemadero, wo die vom Inquisitionsgericht
verurteilten Ketzer verbrannt wurden. Bei der Straßenanlage 1868
kamen Aschenschichten mit Knochenresten zutage.
Auf der Plaza del Dos de Mayo (1. Pl. F 5), östl. vom Salesianevinnenkloster,
 ist das Eingangstor des ehemaligen Parque de Monteledn erhalten,
 jetzt von einem Gitter umguben, wo die Artillerieofüziere Zuis
Daois und Pedro Velarde bei dem Aufstande des 2, Mai 1808 die Kanonen
regen die Franzosen aufstellten und im Kampfe fielen (vel. S. 60.

Westlicher Stadtteil: Plaza de Oriente. Königl, Palast mit
der Armeria. Marinemuseum. — Calle und Plaza Mayor.
Von der Puerta del Sol (S, 58) führt die Calle del Arenal
(Pl. FE7) westl, nach der Plaza de Oriente und zum königl. Palast,
In der Mitte der Straße liegt 1. die Kirche San Gıinss (Pl. EF 7, 8;
St. Genesius), deren Vorraum (lonja) früher als Friedhof diente;
im Innern eine Christusstatue von Alfonso Vergag und ein gegeißelter
 Christus von Alonso Cano. Das Gewölbe (böveda) unter der
Kirche (Eingang aus der Calle de Bordadores) war früher der Schauplatz
 von religiösen Geißelungen beider Geschlechter.
Gegenüber der Genesiuskirche führt die Calle de San Martin n.ö. zu
Zwei unmittelbar aneinander grenzenden, mit Anlagen geschmückten Plätzen,
der (r.) kleinen Plaza de las Descalzas und der (1.) Plaza de San Martin
Pl. F 7), An der S.-Seite dieser Plätze liegen die Caja de Ahorros (Städtische
Sparkasse), vom J. 1838, und der 1703 gegründete Monte de Piedad (Städtisches
Leihamt); vor den beiden Gebäuden die Standbilder der Gründer dieser
Anstalten, des Marques Viudo de Pontejos und des Francisco Piquer. — In
der Klosterkirche Descalzae Reales (Pl. F 7) das Grabdenkmal der Infantin
Juana, Tochter Karls V., von Pompeo Leoni.
Die Calle del Arenal mündet auf die westl, von dem Teatro Real
(S. 53) begrenzte Plaza de Isabel II (Pl. E 7), auf der 1905 ein Bronzesiandbild
 der Königin Isalella IT, errichtet worden ist, von. Anlagen
umgeben,
Die *Plaza de Oriente (Pl. E 7), der größte Platz in
Madrid, wurde unter Joseph Bonaparte (S. 57) durch Niederlezung

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