04 Route 8. MADRID. f. Westl. Stadtteil:

kunsthistor. Museum in Wien) von Pannemaker in Brüssel ausgeführt
(10 Nummern, 2 verloren); die Geschichte der h, Jungfrau, auf Goldgrund,
in 6 Nummern; Geschichte Davids und der Bathseba; die Geschichte des h.
Johannes; Kreuztragung, nach Roger van der Weyden; die Versuchung des
ih. Antonius, nach Bosch; das Abendmahl; die Apokalypse; die Sieben
Todsünden; die Geschichte des h. Panlus, nach Bloemart. Die Veröffentlichung
 eineg Prachtwerka über die Teppichsammlung hat 1903 begonnen.
Die in der NO.-Ecke des Schlosses bewahrte kgl. Bibliothek, 1714
von Philipp V. gegründet, mit. ca. 100000 gedruckten Bänden und 5000 z, T.
sehr wertvollen alten Handschriften, ist nur mit Erlaubnis der Intendencia
General (S. 51) zugänglich,
Der Sehloßgarten (Jardines del Palacio, Pi. D 7, 8) wurde 1556 von
Philipp II. angelegt und nach langer Verwahrlosung seit 1890 ne1 herzestellt.
 Zuvang (in Abwesenheit des Hotes) nördl. vom Hauptportal die
Rampe hinab oder vom Paseo de San Vicente aus. Der Name „Campo del
Moro“ geht auf die maurische Belagerung des Alkazars im J. 1109 zurück,
bei der der Almoravide Ali Ibn Jüsuf hier sein Lager aufgeschlagen hatte,
Aus dem inneren Schloßhof gelangt man in der Durchfahrt des
S.-Flügels auf die Plaza de Armas (Pl. D 7), Der südöstl.
Nebenflügel des Schlosses enthält die Schloßintendanz und Dienerwohnungen.
 In der Bogenhalle auf der W.-Seite des Platzes hat
man namentlich im Frühjahr einen großartigen Blick auf die königl,
Gärten, die Manzanaresniederung und das Guadarramagebirge. —
Der Neubau in der SW.-Ecke der Plaza de Armas enthält seit 1893
die weltherühmte Waffensammlunz der spanischen Könige, die

**Armeria (Pl. D 7, 8; Eintritt s. S. 55). Gründer der Sammlung
 ist Karl V., der die alte kgl. Waffenkammer in Valladolid
durch viele vortreffliche Werke deutscher und italienischer Waffenschmiede
 bereicherte, Philipp II. ließ die Hanptstücke nach Madrid
übertragen und in einem Gebäude unterbringen, welches an der
Stelle der jetzigen neuen Kathedrale stand. Alle Herrscher Spaniens
 haben zur Vermehrung des Waffenschatzes beigetragen, der
mehr als dreihundert Jahre dieselben Räume inne hatte. Die Frauzosenkriege
 zu Anfang des xIx, Jahrhunderts, Volksaufstände und
ein Brand im Jahre 1884 brachten manche Verluste. Die Aufstellung
ist vorzüglich, Katalog, vom Grafen Valencia de Don Juan verfaßt
(1898), mit phototypischen Illustrationen, 15 p.
Im VorBAuMm: E 133-134. Zwei bei dem Brande beschädigte
altjapanische Rüstungen, Geschenk einer japanischen Gesandischaft
an Philipp 11. (1583); D 59, 60. Schilde aus dem Kloster von Ofia
(x11.-xımt, Jahrh.); D 88, Lederschild mit Federmosaiken, mexikanische:
 Arbeit vom Ende des xwr. Jahrhunderts; L 1,2, 5, 9.
Überreste von Fahnen und Bannern Karls V.; L 11. Überreste einer
Fahne Philipps IT, und seiner Gemahlin Maria von England; L 7, 8,
18. Spanische Fahnen; L 44, 45. Überreste von Fahnen Philiops 17.
HAUPTSAAL, — Links südliche Schmalwand. A141, 12.
Halber Feldharnisch und Schwert Philipps des Schönen (+ 1506);
* A 16. Stechzeug Philipps des Schönen. — Westliche Langwand.
 *A17. Stechzeng Philipps des Schönen; A 44. Leichter
Feldharnisch des Kaisers Karl V, (für den Fußkampf in Turnieren).