g. Südwestl. Stadtteil. MADRID. 8. Route. 101

srbauten 130m 1. Viadukt (Pl. D 8), der die J3m tiefer gelegene
Calle de Segovia überbrückt, — Jenseit desselben wende man sich
. zum Campillo de las Vistillas (PL D 8, 9), einem wüsten
Platz mit schöner Aussicht auf das Manzanarestal und die schneebedeckten
 Gipfel der Sierra de Guadarrama; weiter an dem großen
(1.) Priesterseminar (Seminario conciliar} vorbei zu dem stattlichen
Kuppelbau von
San Francisco el Grande (Pl. D 9). ‚Ursprünglich stand hier
ine Ermita, später baute man den Convento de Jesus y Marta, der
zeine gegenwärtige Form-in den J. 1761-84 erhielt. In Ausführung
sines älteren Gesetzes vom J. 1837 wurde er 1869 mit der Aufschrift:
 „Espafia &amp; sus preclaros hijos“ zum Pante6n nacional bestimmt.
 Es gelang jedoch nicht, die Reste aller berühmten Spanier
hier zu vereinigen, und seit 1881 ruhen keinerlei Gebeine mehr
hier. Der Kuppel mit der. Laterne und dem Vorbau mit zwei
Türmen hat teilweise das Pantheon in Rom als Muster gedient.
Die schönen Türen mit Darstellungen aus der h. Geschichte und Ornamenten
 im Renaissancestil sind von A. Varela geschnitzt.
Das Innere pflegt 7-12, 3-5 Uhr zugänglich zu sein, doch wird an
Regentagen nicht geöffnet; bestes Licht um 3 Uhr; gedruckte Beschreibung
ım Eingang, 25 0. — An den Hauptraum schließen sich eine Apsis mit
lem Hauptaltar und sechs Kapellen. Die Pfeiler sind mit den Figuren
der zwölf Apostel, von Mariano Benlliure, Ricardo Bellver u. a, , 86
schmückt. Besachtenswert sind noch in der Kapelle r. von der Capilla
Mayor eine Bergpredigt von /, Moreno Carbonero, in der Kapelle 1. von der
Dapilla Mayor die Proklamierung des Dogmas der unbeileckten Empfängnis
von Olica Rodrigo. Die Fresken in der Kuppel und den Kapellen sind von
Plasencia, Martinez Cubells, Ferrant, Jover, Mußoz Degrain u. 2. modernen
Spanischen Malern.

Yon San Francisco führt n.ö. die Carrera de San Francisco
Straßenbahn S. 50, n° 19) nach der Plaza de Moros und der
Plaza de San Andrt6s (Pl. E 9) oder Pi, de Los Carros. An
letzterer die Kirche San Andres, in ihrer jetzigen Gestalt aus dem
xvit, Jahrh,, und nördl, davon die Capilla del Obispo, 1520 von
Gutigrrez de Vargas, Bischof von Plasencia, über dem ursprünglichen
Grabe des h. Isidor errichtet, 1901 restauriert, mit platereskem
Retablo von Franc. Giralte und Juan de Villondo (1547), sowie den
ürabmälern des Bischofs Gutigrrez (1556) und seiner Kltern (1524),
sämtlich von Franc, Giralte (vgl. S. 1X).
Die ehemalige Plaza de la Cebada ist mit einer großen Markthalle
 (mercado ; Pl. E 9) überbaut, Östl. von dieser läuft die breite
Dalle de Toledo (Pl. E 8, 9) vorüber, eine Hauptverkehrsader im
südwestl. Teile des alten Madrid (Straßenbahnen S. 50, n° 19, 23-25).
In dieser nördl. weiter s. S. 102. Am Südende der Straße die
Puerta de Toledo (Pl. E 10), ein Kalksteinquaderbau mit drei
Durchgängen, oben allegorische Figuren und militärische Trophäen,
in napoleonischer Zeit begonnen, aber nach vielen Wechselfällen
unter Ferdinand VII. erst 4827 vollendet. Die Inschrift zu Ehren
Ferdinands wurde in den Revolutionstagen von 1854 und 1868
herabzerissen. nur die Jahreszahl blieb unbeschädigt,