%. Südöstl. Stadtteil. MADRID. 8. Route. 103

arrichtet, nach deren Vertreibung 4769 dem Schutzpatron von Madrid,
jem h. Isidor „dem Ackersmann“ (San Isidro Labrador, 1170;
vgl. S. 54), geweiht, dessen Gebeine (S. 4101) hierher übertragen
wurden, Im Innern: große dekorative Gemälde von Coello, Herrera
d.J. u. a.; die S. LXXY gen. Skulpturen von M., Pereira; über dem
Hauptaltar eine h. Dreieinigkeit von Raphael Mengs; in der Sakristei
eine Unbefleckte Empfängnis von Alonso Cano,
Seitenstraßen führen östl. nach der Plaza del Progreso (Pl. F 8, 9),
mit dem Erzstandbilde des Staatsmannes Juan Alvärez de Mendizäbal
 (ca. 1790-1853), von Jos6 Grajoa, Die folgende Seitenstraße
links, die Calle de los Tintoreros, führt zu der Puerta Cerrada
(Pl. E 8), cinem kleinen Platze, in dessen Mitte an der Stelle eines
1569 abgebrochenen Tores ein großes weißes Steinkreuz steht, auf
sinem Wasserhäuschen (arca de agua) als Sockel,
Der nördl. Teil der Calle de Toledo, mit ihren Galerien und zahljosen
 Kleiderläden, in denen sich die Mantas, Fajas (Leibbinden)
and Jacken durch ihre schreienden Farben auszeichnen, mündet auf
ie Plaza Mayor (8. 99).

h. Südöstlicher Stadtteil.
Die Hauptstraße des südöstlichen Stadtteils ist die Calle de
Atocha (Pl. F-H 8, 9), die an der Plaza de Provinecia nahe der
Plaza Mayor (S, 100) beginnt und von den Straßenbahnlinien n° 14-16
(2. T. ayıch von no 13 und 19) durchfahren wird. An der Ecke der
Plaza de Provincia hat man zunächst 1. die neue gotische Kirche
Santa Cruz (früher Santo Tomäs; Pl, F 8), weiter 1, die Direceiin
yeneral de la Deuda püblica (Staatsschuldenverwaltung). — Die
weiterhin 1, abzweigende Calle de San Sebastiän führt nach der Plaza
del Principe Alfonso (Pl. F G 8), auf der ein Denkmal des Dichters
Calderön de la Barca (1600-84) steht, von Figueras (1 879); die Figur
ihm zur Seite ist die Fama, die Sockelreliefs stellen Szenen aus
Öalderöns Dramen dar,
in dem Stadtteil zwischen der von der Plaza del Principe Alfonso ansgehenden
 Calle del Prado und der Calle ue Atocha erinnern mehrere
Denktafeln an die großen spanischen Dichter: so am Hause Calle de
Cervantes 45 (Pl. G 8) an Lope de Vega (S. 57), „al fenix de los ingenios“;
darunter die Inschrift: „Parva propria, magna; Magnd aliena, parva“ (ein
kleines eigenes Haus, groß; ein großes fremdes, gering); an Cervantes (5. 57)
pe dem Hause Calle de Cervantes, Ecke der Calle del Leön, einem Neuvan
 (1834) an der Stelle des Hauses, wo der Dichter („cuyo ingenio admira
3l mundo“) lebte und starb, sowie an dem Convento de las Trinitarias
(Pl. G 8), Calle de Lope de Vega, wo er beigesetzt ward.
In der Calle del Leön 21 (Pl. G 8) liegt das Gebäude der 1735
segründeten Real Academia de 1a Historia, der seit 1565 auch die
Überwachung der Nationaldenkmäler des Landes übertragen worden
ist, Direktor Marques de la Vega de Armijo,
. Das Museum (wochent. 9-12 Uhr) der Akademie enthält den silbernen
„Diskus“ des Kaisers Yheodosius, einen runden, 41847 in Almendralejo (S. 448)
gefundenen Schild (clipeus): ein maurisches Banner, früher in der Kirche