104 Route 8. MADRID. Ah. Südöstl, Stadtteil.

Zan Esteban in Gormaz; einen Altarschrein aus dem Monasterio de Piedra
(S. 1914), vom J. 1390, mit Malereien (S. LXxvm); Bildnisse von Goya und
Zacarfas Velizquez; iberische Waffen; eine Münzsammlung, u. 8,
Die Bibliothek zählt 20000 Druckbände zur spanischen Geschichte,
1500 kostbare, z. T. aus S. Milldn de Ja CogolNa (S. 206) und S. Pedro de Cardefia
(S. 35) stammende Handschriften (Codex Comes, vom J. 744, mit merkwürdigen
 Miniaturen, vgl. S. LXXVI; Originum seu eiymolcgiarum Hbri XX
des Isidor von Sevilla, Handschrift des x. Jahrh.; Kommentar des Beatus zur
Apokalypse, in einer Abschrift vom J. 1178, vgl. S. LxXvI; Apologetica
historia de las Indias, von Bartolom&amp; de las Casas, xV1. Jahrh.), 70000 Urkunden,
 20 Bände Originalkorrespondenz Kaiser Karls V, und eine Münzsammlung,

Die Calle de Atocha führt noch an zwei großen Hospitälern
(Pl. G 9), sowie der zur Universität (S. 92) gehörigen Facultad de
Medieina (Pl. G H 9) vorbei und mündet auf den großen Platz
zor dem Südbahnhof (Estaciön del Mediodia; Pl. H 9, 10;
5, 47), an welchem mehrere bedeutende Straßen zusammentreffen :
nördl. der Paseo del Prado (S. 62); südwestl. die Ronda de Atocha,
mit der Ronda de Valencia als westlicher Fortsetzung; südl. der
Paseo de las Delicias, der nach dem entlegenen Delicias-Bahuhof
führt (I. PL H 11, 12); östlich der
Paseo de Atocha (Pl. H 1 9, 10), in welchem gleich 1. das
1887-97 von R. Veläzquez aufgeführte Gebäude des Ministerio de
instruceißn püblica y bellas artes und des Ministerio de fomento
“Arbeitsministerium) liegt. Die die Front krönenden allegorischen
Figuren sind von A. (Querol. Vor dem Gebäude ein Standbild des
Urhebers des Unterrichtsgesetzes von 1857 Ciaudio Moyano, von
demselben (1900). — Weiter im Paseo de Atocha das Museo Antropol6gieo
 (Pl. H 1 9), 1575 errichtet, ein Kuppelbau mit ionischem
Portikus und den Statuen von Michael Servet und Vall&amp;s de Covarrubias,
 gen. „El Divino“. Die Sammlungen sind unbedeutend. —
Beim Museum mündet die Calle de Alfonso XII (S. 80), An der
lKcke ist die Station der Dampfstraßenbahn nach Loreto-Vicälvaro
(„Tranvia Metropolitana“). Gleich r. an der Calle de Alfonso XI1,
auf der Anhöhe, steht das Observatorio Astrondmico (PL, I 9), 1790
nach dem Entwurf des Juan de Villanueva (S. 112) begonnen, aber
erst 1851 dem Betrieb übergeben (Eintritt nur mit Erlaubnis des
Direktors), Daneben die Eseuela de ingenieros de caminos, canules
y puertos, das Gebäude 1888 errichtet, die Anstalt 1802 gegründet.
Der Paseo de Atocha endet Ööstl, bei der seit 1890 im Bau be-Andlichen
 Atochakirche (Basdlica de N, Sefiora de Atocha; Pl. 110).
Sie nimmt die Stelle einer schon in arabischer Zeit von christlichen
Wallfahrern besuchten, im XVI.-XvII, Jahrh. erweiterten Ermita
dieses Namens (atocha, Spartgras) ein. Zur Zeit ruht der Bau.
Fertig sind nur der Glockenturm und ein Patio als Pantheon für
berühmte Spanier,
Die Pantheonhalle (Eingang Calle de Juliän Gayarre) enthält die Grabmäler
 der Generale Juan Prim, Marques de los Castillejos (1814-70), von dem
Waffenschmied Pl£cido Zuloaga, J, Outierrez de la Concha, Marques del Duer0
(1808-74), Franc. Xav. de Castanos, Herzogs von Bailcn (4756-1862), der sich
im Kriere gegen die Franzosen auszeichnete. Josd Palaror. dea Verteidigers