Kloster. ESCORIAL, 9°, Route

Baustil ist der der norditalienischen und römischen Hot.
lie nur durch die Verhältnisse wirken will, hier »
ler dorischen Säulenordnung, Kein Ornament, n:ı
anterbrechen oder beleben die gewaltigen Mauert ch
terial ist der weißlichgraue Granit von Peralejok.. So wäc.. r SE
Jiscorial, einer der merkwürdigsten Bauten aller Zriteh, gleichsam ©
organisch aus dem Gestein des Guadarramagebir&amp;es %ervor, ab- 5/
gesehen von der majestätischen Fassade mit ihren We wg Liga
ponierten Tordekorationen, eher einer Feste oder einen Gefängnis, Be
ähnlich. Zur Ausschmückung des Innern ließ Philipp durch seine
Gesandten in Rom, Florenz, Genus nach Malern suchen. Die be-Aeutenderen,
 die seinem Rufe Folge leisteten, waren Fed, Zucearo,
Luca Cambiaso, Pellegrino Tibaldi. Unter den Spaniern ragt Juan
Fernändez Navarrete aus Logrofio hervor, Vgl. S. LXXXI
„Der Escorial ist ein Beispiel, was der Wille vermag und nicht vermag.
 Man hat den Willen allmächtig genannt; er ist es in gewissen
Kreisen der Realität, aber er ist ohnmächtig, ein einziges Werk des Genins
hervorzurufen, Dieser göttliche Funke fehlt der Schöpfung Philipps. Er
hatte das Unglück, in eine Zeit zu kommen, die weder mit der schaffenäien
 Kraft, noch mit Geschmack begnadigt war, Am wenigsten hatte sie
len Beruf für ein Denkmal der hohen religiösen Kunst. So wurde dem
Entwurfe ein starres geometrisches Schema aufgedrückt, und der Ausführung
 eine Formensprache, welche die Zeitgenossen edie Einfalt, die
Verehrer Majestät genannt haben, und die heute ubstoßende Trockenheit
heißt. Des Bauherrn Art endlich, alles bis ins kleinste vorzuschreiben,
3eine ruhelose allgegenwärtige Aufsicht, seine oft kleinliche Zensur, der
grämliche Hang, den vorgelegten Entwürfen die ihm zu reich und prahlerisch
 dünkenden Formen abzustreifen: dies und anderes mußte die Freudigkeit
 des Schaffens lähmen. ... Der Geist strenger Etikette, den Philipp dem
spanischen Hofe aufprägte, und der für seine Nachfolger von geistig vernichtender
 Wirkung war, blickt uns versteinernd an aus seinem Werke.
—— Nur als Teil der landschaftlichen Umgebung übt der Escorial einen von
den Erbauern nicht beabsichtigten Zauber.“ — €, Justi, Philipp 2. als
Kunstfreund.
Das gewaltige Gebäude steht auf einer durch Unterbauten geschaffenen
 ganz ebenen Fläche und bildet ein Rechteck von 206m
Länge und 161m Breite, mit vier Türmen an den Ecken. Den
Kern bildet die mit ihren beiden Türmen und der Kuppel hochanfragende
 Kirche (Templo). An sie schließen sich westl. der Vorhof,
 südl. der Kreuzgang nebst der Sakristei und den Kapitelsälen,
östl. und nördl. der kgl. Palast. Fast alle übrigen Räume waren ursprünglich
 für das Kloster und die Bibliothek bestimmt. Man zählt
16 Höfe, 1111 Fenster, die sich nach außen, und 1562, die sich
nach den Höfen öffnen; 1200 Türen, 86 Treppen; 89 Springbrunnen.,
Alle Gänge zusammen haben eine Länge von 160km, — Seit 1885
ist das Kloster Augustinermönchen (Agustinos calzados) überwiesen;
sie Jeiten die Erziehungsanstalt / Colegio) im nordwestl. Teile des
Esgorial.
Das Eingangstor (Pörtico prineipal), im Westen, ist aus
ungeheuren Blöcken gefügt. Oben eine 4m h. Granitstatue des
hr, Laurentius von J. B. Monegro; Kopf und Hände von weißem
Marmor, der Rost in der Rechten von vergoldeter Bronze, — Durch

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