Kirche. ESCORLAL, 9%, Route. 109

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Jber den Oratorien die Entierros reales, in zwei Gruppen, mit Kuieenden
vergoldeten X Bronzefiguren, von Pompeo Leoni: einerseits Karl V. und
Königin Isabel}a (Mutter Philipps IL) nebst ihrer Tochter Maria und den
Schwestern des Kaisers Leonore und Maria; anderseits Philipp II., r. von
ihm seine vierte Frau Anns (Mutter Philipps IL): hinter ihm seine dritte
Frau Isabella, r. von dieser seine erste Frau Maria von Portugal, Mutter
les Don Carlos. und dieser Prinz selbst.

Wir wenden uns r. zum Eingang des Pantheons (Bajada 4 108
Panteones, Pl. B; an der Tür klopfen). Man steigt die Granitstufen
ainab zu einem Absatz; hier r. hinab zu dem Panteön de los Infantes
 (s. unten), 1. zu dem Pudridero (Aufbewahrungsraum für die
königlichen Leichen bis zur Mumifizierung) und dem
*PanıRÖN DE LOS Ruvas, der Gruft der spanischen Könige und
Königinnen, Sie wurde von Philipp unmittelbar unter der Capilla
Mayor angelegt, damit täglich über ihr Messen gelesen würden,
aber erst 1654 vollendet. Es ist ein Achteck von 10m Durchmesser
und etwa gleicher Höhe. Statt der ursprünglich geplanten Einfachheit
 wurde der dunkle Raum von Philipps Nachfolgern mit Marnor
 und Gold überladen. Der Altar gegenüber dem Bingang hat
sin Kruzifix von vergoldeter Bronze, von Pietro Tacca. Links davon
befinden sich in vier Reihen übereinander die Nischen, in welchen
Nie spanischen Könige beigesetzt werden, rechts die der Königinnen,
alle mit Sarkophagen von schwarzem Marmor und vergoldeten Inschriften.
 Philipp V. (vgl. S. 119) und Ferdinand VI. mit ihren
Frauen fehlen. Nur wenige der 26 Sarkophage sind noch leer. —
Das PANTEÖN DE LOS INFANTES, die Gruft der königlichen Prinzen
und Prinzessinnen, sowie der Königinnen, deren Kinder nicht auf
dem "Throne gesessen haben, enthält u. a. die Grabdenkmäler der
Schwestern Karls V., Leonore und Maria; der Elisabeth von Valois
und Maria von Portugal nebst dem Sohne Philipps IL., Don
Darlos; des Prinzen Baltäsar Carlos, Sohnes Philipps IV.; des
Herzogs Louis Joseph von Vendöme (Urenkels König Heinrichs IV. ),
and des Don Juan de Austria (von Namur 41579 hierher gebracht).
Durch die Tür im SO. der Kirche, neben der Pantheontreppe,
zelangt man in die Antesacristia und Zur Sacristfa (8. 110). Die
Treppe in dem Durchgang zu der Antesacristfa bildet den Zugang zu
lem OBERN CHOR (Coro alto), der im westl. Teile der Kirche über
dem Untern Chor (S. 108) liegt. In diesem Raume versammelten
sieh die Mönche zu ihren Andachten. Philipp II. nahm oft daran
Teil. Sein Sitz war der letzte in der Südwestecke, Es wird erzählt,
daß ihm hier am Abend des 8. Nov. 1571 während der Vesper der
am 6. Okt. von Don Juan de Austria errungene Seesieg bei L&amp;epanto,
ler Südeuropa vor der Türkenherrschaft rettete, gemeldet wurde,
der im Gebet versunkene König aber zunächst keine Notiz von der
Nachricht nahm, sondern erst nach dem Gottesdienst das Tedeum
befahl. Doch kann ‚sich der Vorfall nicht hier abgespielt haben,
da damals mit dem Bau der Hauptkirche noch nicht begonnen
war. sondern allenfalls in der Alten Kirche (8. 141). Am 14. und