120 Route 9°, ARANJUEZ,

Puerto de Revenlön (2058m), dicht neben der gewaltigen Pefialara r., die
man von hier besteigen kann (noch besser vom Lozoya- Tal aus), Das
Klostergebäude dient jetzt z. T. als Glasfabrik, Die Kirche, 1433-40
von dem Mauren ‘Abderrahmän aus Segovia erbaut, enthält einen großen
Marmorretablo italienischer Herkunft (Xv. Jahrh.; s. S. ıxv), — Von El
Paular kann man das schöne Lozoya-Tal besuchen, mit den Anlagen der
Madrider Wasserleitung (S. 91), die das der Laguna de Lozoya entströmende
Flüßchen: Lozoya abfängt- und in 70km langem Kanal nach Madrid führt.
Mit seinen ernsten Granitkuppen,, seiner dichten Nadelholzwaldung, den
roten Ziegeldächern seiner Bauernhäuser erinnert das Tal fast an Nordauropa.
 — Der Pico de Peflalara (2385m) erhebt sich aus dem Pinar de
Segovia im SW. von Paular, Man steigt durch die fels- und waldreiche
Lozoya-Schlucht hinauf; dann auf moorigen Alpentriften und durch Büsche
von Sarothamus purgans, einer Ginsterart. Dann r. dem Kegel der PeHalara
zu, an dessen Fuß die Zaguna de Peialara, die Quelle des Lozoyaz zuletzf
auf ermüdender Gerölllehne zum Gipfel. Unbegrenzte Aussicht über Altand
 Neukastilien. Im W. erblickt man die Cabeza de Hierro (Kisenkopf).
Die Straße führt von La Granja weiter nach (3km) Valsdin
/Vallis sapinorum), einem verfallenen Jagdschlosse ‘(ursprünglich
Landhaus Philipps II., unter Karl II. abgebrannt), das den Mittelpunkt
 des großen kgl. Forstes Pinar de Valsdin bildet.‘ Jenseit der
Venta de tos Mosquitos zieht sich die Straße in vielen Kehren durch
Fichtenwald an einem Ausläufer der Sieta Picos (8. 46). hinauf zu
äem Puerto de Navacerrada (1840m), mit dem gleichnamigen Dorfe,
das 1. bleibt, und einer Grenzsäule; von. hier.am Südabhange des
Guadarrama-Gebirges ca. 12km hinab zur Station Guadarrama (S. 46}
und witer nach (10km) Escorial (8. 105), .
C. Aranjuez, . ;
49km, Eisenbahn (S. 208; Zstacidn del Mediodia, 9. 47), in. 1-2 St,
für 6.15, 4.75, 2.95 p. Der S, 316 gen, Luxuszug nimmt keine Reisenden
südwärts nach Aranjuez mit, nordwäıts nur Ohne Gepäck: Man unternimmt
 den Ausflug am besten als Tagestour ohne Übernachten oder ver.
bindet ihn mit Toledo (S. 123) oder Cuenca (S, 298).
Aranjuez. — BAHNHOF (PL, B 3) ca. 5 Min, s.w. von dem Schlosse, ca,
12 Min. von den Gasthöfen. Omnibus und anderes Fuhrwerk stehen bereit.
GastuörE (vgl. 8. zxıur): Hot, Viuda de Pastor (Pla: D2), P. 6,
Omn. 1/4 p., Hot, de Pastor, am Ostende der Stadt, beide einfach. —
Erfrischungen im Card Casino, Calle San Antonio (Pl, D 3). .
‚', Wagen, mit zwei Pferden: die Fahrt 31/2 p., die erste Stunde 4 p.,
jede folgende St. 83l/z p.; akkordieren ratsam!
FÜHRER anspruchsvoll, aber unnötig. — Bei dem „Administrador del
Real Patrimonio“ in der Casa del {nfante (Pl. 3: D 3), Plaza de la Libertad,
erhält man für 1 p. die Ziniriliskarte (yapeleta) mit 8 Coupons für die verschiedenen
 Sehenswürdigkeiten, deren Besuchszeiten auf ihnen angegeben
sind; die Erlaubniskarte für den Besuch der Gärten ist unentgelilich,
Bei Regenwetter sind die Gärten und das Schloß, mittags 12-1 oder 3 Uhr
ist alles geschlossen.
_ Bei beschränkter Zeit (3-1 St.): Wanderung durch die Calle de 1a
Reina zur Casa del Labrador (S. 122), U/g St.; Besichtigung des Schlößchens
1/4 St. 3 zurück zur Hängebrücke %, St; ; Besichtigung des Parterre und des
Jardin de la Isla 1 St., des Schlosses !/2 Stunde,
Aranjuöz (492m), in der Niederung des Tajo und des ihm westl.
zufließenden Jarama, ist eine königliche Residenz (Sitio Real), an
Jie sich ein in holländischer Art erbautes Städtchen mit 6000 KEinw,