SEGOVIA, 9b. Route. 113

Gemälde: Ribera, Tochter der Herodias ; Domenichino, die h, Cäcilte ;
Luca Giordano, die h, Katharina, Tod des Julianus Apostata und Bekehrung
 des h. Paulus; Annibale Carracei, der h, Johannes; Goya,
Pulverfabrikation in der Sierra; ferner Porzellan aus der ehem,
Fabrik des Retiro (S. 86), Reliefs, Mifenbeinschnitzereien U, a. —
Aus dem Garten führt unten ein Torweg direkt zum Bahnhof,
Bei längerem Aufenthalt besucht man die Casa del Infante oder
Casa de Arriba, erbaut für den Infanten Gabriel (1752-88), sowie die Silla
del Rey, einen #4 St. südwestl. gelegenen Felssitz Philipps IT., von welchem
aus er das Vorschreiten des Escorial betrachtete (weite Aussicht), — Zu
einpfehlen sind auch Spaziergänge in den Wäldern der Herrerfa (nach dem
Architekten benannt). im S. des Escorial, sowie die Besteigung des Cerro
de los Avantos (1400m): 21/u St, steil bergauf, prächtige Aussicht. Auch die
Berge im NW. bieten schöne Aussichtspunkte, die bequem zugänglich sind
Ein guter Fahrweg führt vom Escorial über Quadurrama (S. 46) direkt
nach Za Granj«a (S. 118). Fuhrwerk ist jedoch teuer, einzelne Personen
heuyutzen daher besser die Eisenbahn bis Segovia (s. unten).

b. Segovia und La Granja. ;
401km. Eisenbahn (Hstaciön del Norte S. 47) über Villalba nach
Sezovia (S. 46), in 23/4-3%4 St. für 12.65, 9.50, 5.70 p.; hin und zurück
nit zwei-, Sa. und vor Festen mit dreitägiger Gühigkeit 16.65, 12.50,
7.45 p. Hotelomnibus (10-15 Min,) 1p. — Von Segovia nach La Granja
Diligence (Abfahrt vom Despacho central, N,-Ecke der Plaza de 1a Constituci6n;
 Pl. C 2) früh 7/2 Uhr in 4 St. für 2 p., zurück 4 Uhr nachm.;
Omnibus (2 p.) um Mittag, im Anschluß an den Vormittags-Schnellzug,
zurück 9 Uhr ab.; Wagen im Despacho central für 1-3 Pers, hin und
zurück 15 p., Löndauer für 4-5 Pers, 2)p. Aufschlag auch für die Taze,
wo die Wasser springen, nicht gestattet. Außerhalb der Saison (15. Juni
bis 15. Okt.) 20 Proz. Ermäßigung. Im Sommer direkter Billett- und
Gepäckverkeh: mit La Grania für 14.55, 11.50, 7,90 p.

Segovia, — BAHNHOF (Pl, F 4), mit ordentl. Buffet, im SO. der Stadt.
GASTHOF (vgl. S. xx): Hot, del Comercioy Kuropeo(Ph.b: C2),
Calle Infanta Isabel 24; H. Fornos, gegenüber. — Cars: C, de la
Uniön, C. Suizo, beide Calle de Juan Bravo (bei San Martin, Pl. © 2).
Für Eilige, die nur den römischen Aquädukt, die Kathedrale, und den
Alkazar sehen wollen, genügt ein Aufenthalt von einigen Stunden,
Segovia (1000m), Provinzhauptstadt und Bischofssitz, mit 14.000
Einwohnern, ist iberischen Ursprungs und hat seinen antiken
Namen unverändert bewahrt. Mit seiner imposanten römischen
Wasserleitung, seiner Fülle mittelalterlicher Kirchen und seinen befestigten
 alten Palästen ist es eine der sehenswertesten kastilischen
Städte, Die Lage ist ähnlich wie die von Toledo, Auf einem
va. 100m hohen, von 0. nach W, ansteigenden Felshügel, dessen
Fuß von den Fiüßchen Eresma und Clamores bespült wird, breitet
sich ein Netz enger gewundener Gassen aus, Den höchsten Punkt
bezeichnet ungefähr die Kathedrale; auf dem westlichsten steil abstürzenden
 Vorsprung, anı dem sich die beiden Flüßchen vereinigen,
erhebt sich der Alkazar. Rings um den ganzen Hügel ziehen sich
die alten Stadtmauern, die, in ihren Fundamenten iberisch, von
den Römern ausgebaut und im xI.- x, Jahrh. wiederhergestellt
Bamdekera Snanien u. Portugal. 4. Aufl,