Kathedrale. SEGOVIA, 95, Route, 115

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Die Calle de Juan Bravo, in der 1. ein gotischer Bogen in einen
Hof zu der Kirche Corpus Christi (Pl, 8: O2), einer ehemaligen
Synagoge aus maurischer Zeit, führt, mündet auf die Plaza Mayor
‚der de la Constituciön (Pl. C 2), den zweiten Mittelpunkt des
Verkehrs. Im SW. des Platzes ragt die Kathedrale auf. Die NW.-Seite
 bezrenzt das Stadthaus (Ayuntamiento), wo man einen Führer
‘ür den Besuch von El Parral und Vera Cruz (S. 117) erhält. Nord-5st1.
 die Kirche S. Miguel (P1.13), ein gotischer Bau, der der Kathe-Arale
 verwandt ist, 1558 beendet, mit bemerkenswertem Hauptaltar
von 1572, guten Grabmälern und einem Triptychon von Ambrosius
Benson,
Die * Kathedrale (Pl. C 2) wurde 1522 an Stelle der von den
Gomuneros (S. 57) z. TU. zerstörten alten Kathedrale, die beim Aloazar
lag, begonnen, 1558 geweiht und im wesentlichen vor 1577 vollendet.
Als Baumeister werden namentlich genannt Juan Gil de Oniaion
(S.z1v), der Baumeister der neuen Kathedrale von Salamanca (S. 154),
deren Vorbild maßgebend war, und sein Sohn Rodrigo Ci (+ 1577).
Es ist eine dreischifüge, 105m 1. und 48m br. gotische Basilika, mit
{3,4m breitem Mittelschiff, 9,gm breiten Seiteuschiffen und beiderseitigen
 Kapellenreihen zwischen den nach innen gezogenen Strebepfeilern.
 An das Langhaus schließen sich in gleicher Breite das
Querschiff, überragt von der 67m h. Vierungskuppel (Cimborio), die
(apilla Mayor und ein Umgang mit einem Kranze von sieben polyonen
 Kapellen, die erst 1593 vollendet wurden. Das Renaissancoportal
 amı nördl. Querschiff, wo man gewöhnlich eintritt, ist von 1626.
Ziemlich kahl ist die Westfassade, mit drei Portalen. An sie stößt
südl. ein ca. 105m hoher Glockenturm, mit Kuppeldach, und der
dem südl. Seitenschiff vorgelegte Kreuzgang. Über dem südl. Seitenportal,
 zu dem aus der Calle de San Geroteo ein Treppenaufgang
hinanfführt, ein Standbild des bh. Geroteus von Pacheco.
Das Isnensn ist weiträumig und übt, besonders durch die farbenprächtigen
 spätgotischen Glasgemülde, eine heitere Wirkung aus, Man beachte
im Chor, der die Mitte des Hauptschiffs einnimmt, die aus der alten
Kuthedrale übernommene Siller/a und im Trascoro den Retablo von Saba-‘ini
 (1768). — L. Seitenschiff: in der 5. Kapelle, Oap. de NS. de la
Piedad, eine Kreuzabnahme von Juan de Juni (1571; vgl. S. ı.xxnı). Fin
h. Thomas, stark restauriert, wird dem Al, Coello zugeschrieben. — Rı.
Seitenschiff. Die A, Kapelle, Cap. de Santiago, enthält im Retahlo
unten 1. das Porträt des Stifters, von Pantoja, — Aus der 5. Kapelle,
ap. del Cristo del Consuelo, führt ein hübsches gotisches Portal in den
Kreuzgang (s. unten). — Jenseit des Tr. Querschiffs, gleich r. im Chorumzang,
 die Cap. del Sagrario, mit holsgeschnitztem Christus von Al. Caro
in der 1, Wand. — An die Kapelle schließt sich 1, die Sakristei, mit alten
kirchlichen Gewändern.
„Der KRRUZGANG (Clausiro) wurde 1524-30 großenteils mit dem Material
des alten Kreuzgangs von Juan Campero erbaut und 1906 restauriert. In
der Nühe des Eingangs sind die Grabsteine der beiden Dombaumeister in
den Boden eingelassen. In der NW.-Ecke ist das Grabmal der Maria del
Salto (+ 19837), einer des Ehebruchs beschuldigten Jüdin, die durch Anzufung
 der h. Jungfrau den Sturz von der Pens Grajera überlebte (vgl.
8. 118) ; darüber ein auf die Legende hezügliches Freskobild. — Gegen den
westl. Flügel öffnet sich, unter dem Glockenturm, die Cap. de S. OCntatina:
 darin das Grabmal des Infanten Pedro, Sohnes Heinrichs IL., den

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