Rundwunderung. SEGOVAT. 9b, Route, 117

Juan (Pl. D 4), einem dreischiffigen romanischen Bau, mit drei
Apsiden, vermauertem Säulengang, stattlichen Portalen und einer
Fülle feiner Motive im Ornament. In ihr hat neuerdings der Maler
Daniel Zuloaga eine keramische Kunstanstalt (Azulejos mit Ansichten
 Segovias u. a.) eingerichtet,
An der dreieckigen Plaza, an der die Diputaciön Provincial
(Pl. 9: D 1) liegt, mehrere Häuser mit romanischen Portalen; südöstl.
 die Casa de Segovia (Pl. 7: D 2), die in die Stadtmauer eingebaut
 ist. — Die im O. der Casa de Segovia abwärts führende Calle
San Juan mündet auf die Plaza del Azoquejo (8. 114).
Am Südrande der Stadt dehnt sich die Promenade Paseo oder
Sal6n de IsabellI (Pl. C 2) aus, sowohl von der Plaza S. Martin
(S. 114); wie auch von der Puerta de S. Andres (8. 116) erreichbar.
Steigt man hier in das Tal hinab, so gelangt man zum Paseo de
Kzequiel Gonz£lez (Pl. D 3) und dann ]. nach der Kirche San
Mitlän (P1.14), einem dreischiffgen romanischen Bau des xır. Jahrh.
{S. zır) mit Tonnengewölben und drei runden Parallelapsiden, die
Arkaden mit zweimaligem Stützenwechsel; die spätromanischen
Außenhallen im S. und N. des Langhauses zeichnen sich durch
reiche Mannigfaltigkeit im Kapitälschmuck ihrer Doppelsäulen aus.
_— Unweit auch die romanische Kirche 8, Ciemente (Pl. 12), mit
reicher Chorapsis,

Zu empfehlen ist eine Umwanderung der Altstadt, Durch die
Calle de Gascos (S. 114) abwärts nach der Vorstadt 8. Lorenzo, deren
1900 restaurierte romanische Kirche (Pl. D E 1) drei Apsiden, einen
vierstöckigen Turm in Backsteinornamentik und im S, und W.
Außenhallen hat (letztere z. 1. vermauert, aber ebenfalls ausgezeichnet
 durch den Schmuck der Kapitäle), Westlich weiter das
Shemalige Kloster Santa Cruz (Pl. D 1), mit gotischer Kirche
(S. .v), 1809 durch Feuer beschädigt, 1828 hergestellt; das West-Portal,
 im Stil der „blühenden“ Gotik, ist mit Reliefs, Statuen und
len Wappen der „Katholischen Könige“ verziert, deren Wahlspruch
„tanto monta“ (S. 201) im Äußern und Innern häußg wiederkehrt,
Nun den Abhang hinunter, über den Kresma und an dessen
techtem Ufer auf der breiten Alameda nach dem ehem, Kloster Xi
Parral (Pl. B 1; Zutritt s. S. 115), mit 1494 von Jüan Gallego
Srbauter Kirche (S. zıv), deren ehemals reicher Schmuck bis auf
einen Retablo und einige Grabmäler ausgeplündert ist. Das Gebäude
 südl. gegenüber am jenseitigen Ufer ist die alte Münze ( Fübricu
de la Moneda), wo bis 1730 alles spanische Geld geprägt wurde.
Vom Parral westl. weiter, in der Vorstadt S. Marcos (Pl. A. 1), die
ehem, Templerkirche Vera Cruz (S, z11; Zutritt 8, S. 115), ein zwölf-Seitiger
 Zentralbau in zwei Stockwerken, nach dem Vorbild der
Örabeskirche von Jerusalem ausgeführt und 1208 geweiht, mit viereckigem
 Turm, einem überwölbten Umgang im Erdgeschoß und
Vier halbrunden Aynsiden, — Am Eresma abwärts das Santuario de