128 Route 94. TOLEDO. a. Kathedrale,

Darstellung Mariä im Tempel. — Die PUERTA DE SANTA CATALINA
(Gr. 7), aus dem Xvr. Jahrhundert, enthält auf dem Kapitäl des
mittleren Marmorpfeilers ein Relief, Begräbnis der h. Katharina,
darüber das Bildnis derselben; ferner die Verkündigung, von Luis
de Velasco 1584 gemalt. — Die PUugrtA Der RELos (Gr. 8), nach
der hier be£ndlichen Uhr, auch del Nino perdido oder de la Feria
zenannt, weil hier der Jahrmarkt seinen Anfang nimmt, befindet
sich am Nordende des Querschiffes, zu dem eine Treppe hinab-(führt.
 Sie stammt aus dem Anfange des xv. Jahrhunderts (Zusätze
von Duranyo aus dem Ende des xvmmi, Jahrh.), mit Reliefs, Statuen
u, a.; oben eine große Fensterrose, In dem hohen viereckigen,
1425 von Alvar Gömez erbauten Turme befinden sich die beiden
großen Glocken der Uhr. Eine Reja von 1482 verbindet die beiden
Seitenflügel: das Sagrario nebst Ochavo im O,, und die Capilla de
any Pedro im Westen.

Das Innere der Kathedrale macht einen mächtigen Eindruck,
den jedoch, namentlich beim Eintritt von W., der Choreinbau beeinträchtigt
 (S. 129). Die * Glasgemälde, mit neutestamentlichen
and Heiligen-Darstellungen, Wappen, Bildnissen, sind im Mittelschiff
 von den Niederländern Jacob Dolfin (1418), Luis und Gasjuin
 von Utrecht (1429), Alberto de Holanda (15325), in den Seitenschiffen
 von Nicoläs de Vergara und dessen Söhnen Nicolds und
Juan (1560). Die schönen Gewölbe ruhen auf reichgegliederten
Bündelpfeilern, Der Fußboden besteht aus schwarzen und weißen
Marmorplatten, Besonders schön. ist das (uerschiff mit seinen Fensterrosen
 und der ringsum laufenden Galerie von Nischen und Statuen.
 — Unter der ganzen Kathedrale zieht sich eine (nicht sichtbare)
 Krypta hin, mit 88 gewaltigen, den oberen entsprechenden
Pfeilern.
Man beginne die Besichtigung von der Vierung aus.
Die *CArıLLA Mayor (bestes Licht am Nachmittag), die ursprünglich
 in dem ersten Raume 5. unter der Vierung angelegt war,
aahm später auch die frühere Capilla de los -Reyes Viejos ein, Kardinal
 Jimenez erbaute 1498-1504 die jetzige Kapelle, ohne an die
Särge der unter ihr beigesetzten Könige und Erzbischöfe zu rühren,
Gewölbe, Bogen und der obere Teil der Pfeiler sind reichlich vergoldet;
 Pfeiler und Wände mit Statuen, Säulen, Baldachinen,
3pielenden Engeln u. a. geschmückt. Ringsum läuft eine Galerie mit
Spitzbogen und Säulen, Darüber gemalte Fenster. Den Fußboden
bildet weiß und rotes Marmormosaik. Drei Stufen führen aus dem
Querschiff hinauf, in ganzer Länge Quroch eine platereske Reja von
Francisco de Villalpando (1548) geschlossen, mit Reliefs, Wappenschildern,
 Kandelabern und einem kolossalen, einst versilberten
und vergoldeten Kruzifix (S, xx). — An den Außenwänden
zahlreiche Reliefs und Statuen in Nischen, umgeben von verroldetem
 Blattwerk und phantastischen Gestalten, u. a. 1. der Schäfer