a. Kathedrale. TOLEDO. 94, Route. 129

je las Navas (eigentlich Martin Alhaga oder Malo), der Alfons VI,
Jen Gebirgsweg bei Las Navas de Tolosa (S. 317) zeigte; rt. Abu
Walid, der bei der Austreibung der Mauren aus ihrer Moschee
8.126) den Frieden zwischen Alfons VI. und dem Bischof Bernhard.
vermittelte. — Der riesige Hochaltar (Retablo), aus vergoldetem
und bemaltem Lärchenholz, unter Kardinal Jimenez von Enrique
de Egas und Pedro Gumiel ausgeführt (5. LXV), stellt in fünf Abteilungen
 übereinander Szenen aus dem Neuen Testament dar, die
Figuren in Lebensgröße; prachtvoll ist das pyramidenförmige Sakramnentshäuschen
 (custodia, S. zx1x) in der Mitte. — An der Wand 1.
Jas Grab des Kardinals Pedro Gonzälez de Mendoza (S. 125), im
Renaissancestil, mit liegender Figur (S. zxv1). L. an der Außenseite
 der Kapelle ein Altar mit einer Anbetung des von der h.
Helena gehaltenen Kreuzes (in einem Medaillon) von Covarrubias.
_— Auf beiden Seiten des Hauptaltars die alten Königsgräber
(Sepuleros Reales), die Sarkophage mit den ruhenden Figuren von
1289, die reichverzierten gotischen Nischen 1507 von Diego Copin
(8. 127) vollendet: auf der Evangelienseite Alfons VII. und der
infant D. Pedro de Aguilar, Sohn Alfons’ XL; auf der Epistelseite
Sancho IV. (el Bravo) und Suncho III. (el Deseado),
Die Capilla del Santo Sepulcro (Gr. 9), nebenan unterirdisch
zelegen, ist selten zugänglich; am Altar eine Grablegung Christi,
von Diego Copin (1514), bemalt von Juan de Borgofia.
Östl. das Grab des Kardinals Diego de Astorga, mit dem Trasparente
 (Gr. 10), einem kunstreich gearbeiteten, aber im höchsten
Grade barocken Durcheinander von allerlei Marmorfiguren, von Nareiso
 Tome (1732; vgl. S. .xxv); seinen Namen hat &amp;s von der Öffnung,
 durch die das Licht in den Camarfn hinter dem Altar fällt.
Der *Co2o ist der würdige Rival der Capilla Mayor, nur sehr
dunkel. Die Reja, die ihn vom Querschiff trennt, ist ein Werk des
Domingo de CEspedes (1548). Auf dem freistehenden Altar (genannt
le Prima, weil hier früh die erste Messe gelesen wird) die schwarzzewordene
 Steinfgur der „Virgen de la Blanca“; die Reja ist von
Francisco Villalpando und Ruy Dfaz del Corral (1551-64). — In
ler Mitte des Coro stehen drei Chorpulte, Atriles (S. LXIX), die
beiden größeren von Nicoläs de Vergara und seinem gleichnamigen
Sohne und von Juan Corbella (1570) aus vergoldeter Bronze und
Eisen in Form eines dorischen Bauwerks gearbeitet, Der dritte Atril,
genannt el Aguila, nach dem Messingadler, auf dessen Flügeln das
Ühorbuch ruht, ist von Vicente Salinas (1646); der gotische Unterbau,
von einem deutschen Künstler (1425), gehörte ursprünglich nicht
dazu. — Den untern Raum der Wände nimmt die X Silleria ein.
Unten die Sillerfa baja, 1495 von dem „Entallador“ Rodriguez aus
Walnußholz gearbeitet, mit 50 Sitzen, 5 Treppen und 54 geschichtlich
 bedeutsamen Reliefdarstellungen aus dem (damals eben beandeten)
 Kriege gegen Granada, Die Sillerfa alta ist ebenfalls aus
Walnußholz, mit reichem Schnitz- und Intarsiaschmuck, Säulen von
BRedekers Spanien u. Portugal. 4. Auf, 3