b, Nordöstl. Stadtteil, TOLEDO. 9d, Route. 135

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Por los comunes provechos Wollt nicht nach eig’nem Nutzen fragen,
Dejad los particulares; Sinnt nur gemeinem Wohle nach!
Pues 08 fizo Dios pilares Gott steilt' euch an ein kostbar Dach
De fan riquisimos techos, Als Säulen hinz ihr sollt es tragen
Estiad firmes y derechos. Und aufrecht stehen ohne Zagen,
Ferner sind hier zwei Bildnisse Karls II. und seiner Frau Marianne
von Neuberg, von Carreno. In der Sala Capitular hübsche Azulejos
und einige Schlachtenbilder, — Von der Galerie hübscher Blick
auf die Kathedrale,
Die von der Plazuela del Ayuntamiento süd!, abzweigende Calle de Santa,
{sabel führt zu den spärlichen Überresten des Palastes Peters des Grausamen
(?; S. 132), von dem das alte Portal im Mudejarstil in den Convento de Santa
/sabel gegenüber (Pl. 7: D 6) eingemauert ist. — Die Kirche San Andres
(Pl. D 6), mit gotischer Apsis, enthält einen Retablo mit Bildern von
Francisco de Amberes (S. LXXxX). Daneben das große Priesterseminar.

b. Nordöstliche und nördliche Stadtteile,
Im N. der Kathedrale führt die belebte Calle del Comercio
(Pl. DE 4), Geschäftsstraße, nach dem Mittelpunkt des städtischen
Verkehrs, der Plaza de Zocodover (Pl. E 4) oder de la Constituciön.
 Der Name Zocodover hängt mit dem arabischen „Sük“
(Markt) zusammen. — Außer der Calle del Comercio gehen von
hier noch folgende Straßen aus: nach N. zum Miradero (S. 136)
hinab die Calle de Venaneio Gonzälez; nach S, zum Alkazar (S. 143)
die Cuesta del Alcäzar. Auf der O.-Seite des Platzes gelangt man
durch den Arco de la Sangre de Cristo in die Calle de Cervantes,
die zum Tajo hinabführt.
In der Calle de Cervantes (Pl. E F 4) liegen: r. die Posada
de La Sangre, früher Mesön del Sevillano, wo Cervantes gewohnt
hat, mit altem Hof, links das frühere * Hospital de Santa Cruz
(Pl. E 3, 4), das, 1906 teilweise eingestürzt, jetzt restauriert
wird, um das Museum (S. 139) und die Provinzialbibliothek aufzunehmen,
 Das Hospital wurde im Auftrage des Kardinals Pedro
Mendoza 1494-1514 von Enrique de Egas erbaut (vgl. S. Lvın). Sein
künstlerisches Vorbild ist das Colegio mayor de Santa Cruz in Valladolid,
 seinerseits wurde es das Vorbild für das Colegio de Santiago
zu Salamanca. Hervorzuheben: das Portal, aus „piedra blanca de
la Rosa“ und Marmor, mit dem Wappen des Stifters; im Bogenfeld
die Anbetung des h. Kreuzes; ferner der Patio mit doppelter Galerie;
die Treppe mit schöner Balustrade und maurisch-plateresker Holzdecke.
 Die Kirche hat eine hübsche Decke in Holzschnitzwerk.
Die Straße weiter hinab verfolgend, gelangt man r. durch die
Puerta de Doce Cantos (Pl. F 4) in die Tajoschlucht. Gleich r.
\nten die Reste einer römischen Wasserleitung (Acueducto romano;
Pl. F 4, 5). — Nördlich weiter längs der Stadimauer gehend, hat
man diesseits die Turbina Vargas (Pl. F4), das Wasserhebewerk
der Stadt, welches das alte von Juanelo Turriano (S. 438) im J. 1568
erbaute, aber bald ins Stocken geratene „Artificio“ ersetzt hat, jenseits
 das Elektrizitätswerk.