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Stadtteil, - . TOLEDO. 9d, Route. 139

Eingang auf der NW,-Seite). Die „Katholischen Könige“ gründeten
das Kloster 1476 nach dem Siege bei Toro (S. xL11x) als Gruftstätte
für sich und ihre Nachkommen und weihten es ihrem Schutzpatron,
dem h. Johannes dem Täufer. Erster Baumeister war der Vlame Juan
Guas (S. 426). Nach der Eroberung von.Granada 1492 und der Gründung
 der dortigen Königsgraft (S. 320) fiel der Hauptzweck fort, und
die Vollendung des Werkes zog sich bis in das xvil. Jahrhundert
hin, Daher zeigt der spätgotisch begonnene Bau Hinneigung zu den
Formen der Renaissance, Das Hauptportal, in NW., wurde 1553
von Alonso de Covarrubias begonnen, mit mehreren Statuen, u, a. des
Schutzheiligen, dem Wappen der Reyes und deren Initialen FY
(Fernando, Ysabel). An dem granitenen Außenbau sind sonst nur
die vielen Fesseln befreiter Christen bemerkenswert.
Das Innere (S, z1v), 1808 durch die Franzosen verwüstet, 1840
dürftig als Pfarrkirche (San Martin) hergerichtet, ist z. T. wiederhergestellt.
 An das einschifüge Langhaus mit beiderseitigen Kapellen
schließt sich ein Querschiff, Östl, die Capilla Mayor, mit einem aus
der Santa Cruz-Kirche (S. 135) stammenden Renaissancealtar, —
Das Querschiff ist überreich an herrlichen, in weißem Kalkstein
ausgeführten Skulpturen und Ornamenten, Hervorzuheben die beiden
WTribunas an den Eckpfeilern für die königliche Familie, die Fenster
mit Figuren und Baldachinen auf beiden Seiten; ferner die reich
skulptierten, von großen Adlern gehaltenen Wappen der Reyes nebst
Joch und Pfeilbündel und die spielenden Kinder unten in dem
gotischen Maßwerk. Die Arabesken der maurischen Alhambra sind
hier gleichsam ins Bildlich- Christliche übersetzt. Die über den
hohen Bogen der Vierung aufsteigende Kuppel vermehrt den EinüAruck
 des Lichten und Luftigen, der den ganzen Bau auszeichnet.
jr den Wänden lange lateinische und kastilische Inschriften der
„Reyes“.

Das gleichfalls 1808 von den Franzosen z. T. zerstörte Kloster
im SO, der Kirche enthält das Muszo Provıncrau (Pl. 10: B 5),
ist aber wegen Baufälligkeit geschlossen. Das Museum soll nach
dem Hospital de Santa Cruz (S. 135) verlegt werden. Wir geben
daher in folgendem ein Verzeichnis der wichtigeren Kunstwerke
Ohne Rücksicht auf die Aufstellung.
Bildwerke: Grabüguren des Diego Lüpez de Toledo und seiner Frau
Maria de Santacruz, der Gründer des Klosters San Miguel de los Angeles
(xy, Jahrh.); Büste des Kardinals P. Gonz. de Mendoza (S. 125), aus dem
Hospital Santa Cruz; Statue des h. Ildefons und die S. LXVI1I genannte vortreffliche
 Porträtbüste des Ingenieurs Juanelo Turriano (S. 438) von Berru-Yuete;
 Modell für den Retablo der Ildefons-Kapelle (S. 131) von Manuel
Alvarez; Gipsbüaten Philipps V. und Karls IV. — Gemälde: Ribera, b.
amilie (1639) ; Cornelis van Coninzloo, neun Darstellungen aus der Geschichte
Christi, vom Retablo der Kirche in Escalonaz H. Francken, alttestamentliche
 Szenen; Morales, kreuztragender Christus. — Außerdem: vier arabische
Brunnen; der größte aus der Al-Dschämi‘ {S. 126); zwei schöne Limousiner
Emailtafeln, mit der Anbetung der Könige und Gefangennehmung Christi
He Jahrh.), aus der Kathedrale; Missale des Kardinals Jimenez, gedruckt
499; Holzschnitzereien vom Palaste Peters des Grausamen. mit arabischen