140 Route 98, TOLEDO. ee. Westlicher

Inschriften, und vom Colegio de Santa Catalina in Toledo; eine Sammlung
von Münzen und Medaillen; Toledoklingen aus dem xvi. und xvıl. Jahrhundert,
 u. &amp;,

Man besichtige sodann von der Eseuela de Industrias artisticas aus
(Pl. B 5; Kunstgewerbeschule) den neuerdings ganz restaurierten
*KREUZGANG (Claustro; Trkg.), eine der glänzendsten Schöpfungen
des spätgotischen Stils in Spanien (1504). Prachtvoll sind die Gewölbe
 mit den stark hervortretenden verschlungenen Rippen, das
Maßwerk der Fenster, die Halbsäulen, Statuen und Baldachine an
äen Pfeilern und Wänden, In der NO,-Ecke ist ein echtes Stück
Mmaurischen Ornaments aus dem ehem. Convento de Agustinos caltados
 eingemauert, — Hinter dem Kloster im SW. liegt der unbedeutende
 Jardin botänico (Pl. A 5), — Die nahe Kirche Santa
Marta la Blanca s. 8. 141,
Von dem Hügel, auf dem San Juan de los Reyes steht, hat
man einen weiten Blick auf die Vega, die Sierra de San Bernardo
und die Sierra de Gredos im NW.
Von San Juan de los Reyes n.w. hinabsteigend, kommt man
zur Puerta del Cambrön („Dornbusch“; Pl. A 4), früher BAb al-Makara
 genannt, 1102 von Alfons VI. erbaut, 1576 erneut. —
N.w. vor dem Tor liegt unten in der Vega baja die Ermita EI Cristo
de la Vega (Pl. A 3), früher Basilica de Santa Leocadia, zu Ehren
der hier beigesetzten Heiligen im ıv. Jahrh. erbaut, seit der Zerstörung
 durch die Mauren mehrfach, zuletzt 1816 erneut. Über
dem Hauptaltar des Kirchleins ein Crncifixus, dessen vom Kreuzesstamme
 losgelöster rechter Arm zu mancherlei Sagen Veranlassung
gegeben hat,
15 Min. n.w. von hier liegt am Tajo die 1788 gegründete Waffenfahrik
Fäbrica de armos blancas; Zutritt werktags 8-12 und 1-6 Uhr gestattet),
jetzt ohne besondere Bedeutung. Schon den Römern waren die Klingen von
Toledo bekannt; das toletanische Messer („culter toletanus“) erwähnt Gratius
Faliscus in seinem Gedicht von der Jagd, Ihr Ruf wuchs in der Mauren-Zeit.
 Die besten Waffen stammen aus dem xvı. Jahrhundert (Hauptstücke
in der Armerfa in Madrid, 8. 95), Von den echten Toledoklingen heißt
68, man könne sie zusammenrollen wie eine Uhrfeder: „compassed like a
ON BLOR in the cirenmferenca of a peck, hilt to point, heel to head“

Zurück zu der Puerta del Cambrön, dann südl. auf der Stadtmauer
 zur Martinsbrücke, L. das große Matadero püblico (Pl. A 4:
Schlachthaus) an der Stelle, wo angeblich einst die Burg Koderichs.
des letzten Gotenkönigs, stand.
Nach der Sage verführte Roderich Florinda, die Tochter des Grafen
Julian; aus Rache rief dieser die Mauren ins Land (S. zxxvmı). In der
verzauberten Cueva de Hörcules (Pl. 5: D 4) verkündete eine Inschrift dem
König den Untergang des Reichs,
Der Puente de San Martin (Pl. A 5), der im W, der Stadt den
Tajo überschreitet, wurde 1212 erbaut, 1390 erneut und besteht
aus fünf Bogen, von denen der mittlere eine Höhe von 30m hat.
Zwei Tortürme verteidigen den Übergang: an dem nördlichen das
Stadtwappen, an dem südlichen eine Statue des h, Julian. Die