142 Route 94. TOLEDO. c. Südwesti. Stadtteil,

nahm, von dem Margugs de 1a Vega Incl£n im Stil des ausgehenden
xvr. Jahrh. hergestellt und ausgestattet. Der neuerdings als Vor-Jäufer
 des Impressionismus besonders gewürdigte Maler Domenico
Theotok6puli (vgl. 8. .xxx11), Grieche von Geburt (aus Kreta), daher
Et Greco genannt, der um 1575 von Venedig nach Toledo kam, bewohnte
 in den J. 1585-86 und von 1604 bis zu seinem Tode (1614)
einen Teil des gen. Palastes. Der jetzige Besitzer des Hauses hat
darin einen Teil seiner Gemäldesammlung aufgestellt: drei Grecobilder
 (darunter den reuigen Petrus), eine Reihe Gemälde von
Valdes Leal u. a. Prächtiger Blick von dem hübschen Garten. —
An das Grecchaus schließt sich nördl, das ebenfalls von dem Marques
de la Vega erbaute Museo del Greco (Pl, 8b: B 5) an, das in drei
Sälen 19 bisher im Provinzialmuseum (S, 139) aufbewahrte Bilder
des Meisters enthält: einen Apostelzyklus, drei männliche Bildnisse,
eine Ansicht von Toledo (der den Plan haltende Jüngling soll Domenicos
 Sohn Jorge Manuel sein, s. 8. 427) und einen gekreuzigten
Christus; ferner einen h, Bernhardin aus dem Pradomuseum, sowie
ein Bildnis Karls II. von J. Carreno. — Unter dem Museum ziehen
sich in mehreren Stockwerken übereinander Gewölbe hin, deren
Mauerwerk noch aus römischer Zeit stammt und die im Mittelalter
dem 8. 141 gen. Samuel Levy als Magazine dienten, Sie wurden
bei den Renovationsarbeiten freigelegt.
Der baumbepflanzte Paseo del Tränsito (Pl. B C 6) bigtet
hübsche Aussichten; noch mehr der Calvario (Pl. C 6, 7), südl.
hoch über dem Tajo, neben dem früheren Convento de Los Gilitos,
jetzt Provinzialgefängnis (Cäreel provineial; PL. 6 6); gegenüber
auf steilem Felshang die Ermita de N, S. de la Cabeza (S, 144).
Nun n.8. hinauf nach der Plaza de San Oristöbal (Pl. C 6) und
weiter zu dem (1.) Taller del Moro (Pl. C 5; am Tor läuten; Trkg.
30 c.), in der Straße gl. N., einem verwahrlosten Gebäude aus der
Mitte des xıv. Jahrh., das lange Zeit den beim Dombau beschäftigten
 Steinmetzen als Werkstatt (taller) diente, Erhalten ist eine
große, dreifach geteilte Halle im Mud&amp;jarstil (S. zvI).

d. Der östliche Stadtteil.
Im NO. der Kathedrale liegt die kleine Plaza Mayor (P1.D4,5);
auch Plasa Real oder de Verduras („Gemüsemarkt“) genannt. Süd-Jich
 führt die Calle de Sixto Ramön Parro (Pl, DE 5) nach
dem Gefängnis der Hermandad (Pl. 6: D E 5), mit gotischem Portal
ans dem xV, Jahrh., an dem die Wappen der „Katholischen Könige“
und Figuren eines Bogenschützen und eines Häschers der Hermandad
 angebracht sind, Links halten und über die Plazuela de Sat
Justo (Pl. E 5) weiter nach dem Franziskanerinnenkloster
San Juan de la Penitencia (Pl. E 5), welches Kardinal Jim6n0z.
unter Benutzung des halbmaurischen Palastes der Pantojas, 1514 erbauen
 ließ (kein Zutritt!). Die KLOSTERKIRCHE (Eingang an del
Südseite des Gebäudes; Trkg. 30 c.) hat eine maurische Decke und