nach Santunder. PALENCIA. 10. Route. 145

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zv. Jahrh., mit Renasissancefassade, drei schön gewölbten Schiffen,
beachtenswertem Chorgestühl (v1. / ahrh.) und Grabdenkmälern der
Marqueses de Poza, von Al Berruguete, und des Francisco de Rojas,
von Pompeo Leoni, in der Capilla Mayor; die Kirche San Läzaro,
in der Calle Don Sancho, mit dem aus gechs. ältern Gemälden des
Juan de Flandes aufgebauten Hochaltar,
Im Stadthaus (Ayuntamiento) werden einige römische Funde
aufbewahrt. — Die südöstl. gelegene Irrenanstalt San Juan de Dios,
früher Hospicio de San Läzaro, war angeblich Wohnhaus. des Cid.
— Einen angenehmen Aufenthalt an Sommerabenden bieten die
im 8, gelegenen Paseos del Saldn und de los Frailes.
Ausflüge (Wagenverbindung): nach Fuentes de Valdepero (5km), dessen
Bergfeste sich 1520 gegen die Comuneros behauptete; — nach dem maletisch
 gelegenen Carrion de los Condes (35km), einst Stammsitz der in den
Üid-Romanzen vielgenannten Grafen von Carriön, mit romanischer Kirche
3Zanta Maria del Camino und schönem 14587-1C04 erbauten Kreuzgang des
Benediktinerklosters San Zoilo (vgl. 8. LIX),

Die Eisenbahn durchzieht die Tierra de Campos (S. 25); 1.
Husillos, eine der ältesten Abteien des Königreichs Leön (zu. J ahrh.).
Am Zusammenflusse des Carriön und des Ucieza die alte Königsresidenz
 (24km) Monzön de Campos, jetzt gänzlich verarmt, mit verfallenem
 Schlosse (Palacio de Altamira). Nördl. und östl. die S. 146
gen. Burgruinen Castillo und Castillön. — Weiter über den Ucieza,
a 83km Amusco. — 45km Fr6mista (großer Retablo mit Bildern
aus dem xv. Jahrh.). — 56km Cabarnas; westl. eine 40m h. mittelalterliche
 Warte. — 62km Osorno. — Über mehrere kleine Flüsse
und quer durch das fruchtbare Boedo-Tal. — 72km Espinosa de
Villagonzalo. — Zum Bergmassiv von San Cristöbal (860m) hinauf;
oben 1. Santa Cruz de Boedo, v. San Cristcbal. Dann über den Pisuerga
nach (85km) Herrera, 1. auf einer Anhöhe gelegen:
In der Ferne r. die Bergketten von Ofio und Pancorbo (S. 24)
1, (91km). Alar del Rey, Endpunkt des Canal de. Castilla (8. 25).
Wasserreiche, gewerblich und landwirtschaftlich wohl ausgenutzte
Täler wechseln mit malerischen Felspartien. Bei (101km) Mave,
auf der Höhe von Villaeseusa, tritt die Bahn zusammen mit dem
Pisuerga, den sie dreimal überschreitet, in die Schlucht von Cangosto
 und gelangt in das weinreiche Tal des Camela.
110km Aguilar de Campöo, mit 1500 Binw., malerisch am 1, Ufer
des Pisuerga gelegen, vielleicht das römische Vellica, im XI.-XV.
Jahrh. in hoher Blüte, Die Katholischen Könige erhoben das Städtchen
 zum Markgrafentum und belehnten damit die Fernändez Manrique,
 die 1517 und 4522 Karl V. bei sich beherbergen durften.
An jene Zeit erinnern die Ruinen der Burg und der Umfassungsmauern,
 einige wappengezierte Paläste, sowie die Kirchen Santa
Cecilia, romanischen Stils, und San Miguel, aus der frühesten Spitzbogenperiode,
 mit Grabmälern des. XIL-XVX, Jahrhunderts.
Unweit westl. das vormals berühmte Prämonstratenserkloster Santa
Baedekers Spanien u. Portugal. 4. Aufl.