Palencia- Lein. LEON. 11. Route. 147
61km Sahagün, mit 2700 Einwohnern, von den Römern gegründet
(Camala). Von der Bahn aus erblickt man die Ruinen des Benediktinerklosters,
 das im X.-XV. Jahrh, großen Einfluß auf die Geschicke
des Landes hatte, aber seitdem herunterkam. In der Klosterkirche
Aie Capilla de San Mancio (xır. Jahrh.), mit schönem Grabdenkmal
Alfons’ VI.
Weiter über Viadukte und über den Cea; T. das malerisch gelegene
 Kloster Trian0s. — 80km. Ei Burgo-Raneros, 96km Santas
Martas. Die Bahn tritt in das Delta der Flüsse Porma, Bernesga und
Esla und überschreitet letzteren, — 105km Palanquinos , beliebter
Sommeraufenthalt der Leonesen ; 414km Torneros. — 123km Leö6n.

Ledn. — BAHNHOF (Restaur.) 1km west). der Stadt (vgl. Pl. C 4): Hotel-Omnibus.

as (vgl. S. zxu): H. de Paris (Pl.a: F 8), Calle San Marcelo 8,
mit Zentralheizung, P. 7-121/z, Omn. Vz p.3 H. Noriega(Pl.b: F 3), Calle
de 1a Catedral 8, P. 7, Omn., 1 p., mit hesuchtem Cafe, H.Iberia (Pl. 6:
E 3), Calle OrdoXo II 1, P. 6 p., mit Cafe Suizo. .
Post (Correo; Pl. F 2), Ecke Calle Cervantes und 0. Ddmaso Merino. —
TELEGRAPH (PL F 3): Calle San Marcelo 3-5.
Ledn (832m), Hauptstadt einer Provinz und Bischofssitz, mit
15000 Einw., am Zusammenfluß des Torio und Bernesga, verdankt
seinen Namen der VI. römischen Legion („Gemina Pia Felix“),
die hier im Lande der augustanischen Asturer (8. 170) seit dem
ı. Jahrh. ein festes Lager hatte, Im vr. Jahrh. wurde die Stadt
nach tapferem Widerstande von den Goten unter Leuwigild erstürmt
und verblieb in deren Besitz bis zum Eindringen der Araber, die
sie 983 zerstörten. Ihre Glanzzeit begann unter Alfons V., der ihr
viele Vorrechte („fueros“) verlieh, und erreichte den Höhepunkt im
xr.-xım Jahrhundert. Nach der Verschmelzung der Königreiche
Le6n und Kastilien trat Leön 1521 noch einmal als Stütze der
Comuneros (S. 57) in den Vordergrund. Wer jetzt die vereinsamten;
meist engen und holprigen Gassen durchwandert, wird nur durch
die Kathedrale, die Reste der Königsgräber in San Isidoro und die
alte Ringmauer daran erinnert, daß Le6n einst die stolze Hauptstadt
sines Reiches war, das vom Atlantischen 0zean bis zur Rhone reichte.
— Das Klima ist rauh; im Winter nicht selten 6-8° Kälte.
Am Eingang der Stadt vom Bahnhof her, nahe der eisernen
Brücke über den Bernesga, erinnert ein Bronzestandbild (PL. © 4)
an den aus Leon gebürtigen Verteidiger Tarifas im 3. 1294 (8. 430)
Guzmän el Bueno, von A, Marinas (1900).
Den Mittelpunkt des Geschäftslebens bildet die von Arkaden
eingefaßte Plaza Mayor (oder de la Constituciön; Pl. G 3), zur
Marktzeit, besonders Samstags, von Landbevölkerung belebt. An
der Westseite das von Türmen flankierte stattliche Gerichtsgebäude,
Consistorio, 4677 errichtet. Die nördlich abzweigende Calle nuev4
führt zur Plaza dela Catedral (Pl. FG 2, 3), mit dem bischöflichen
 Palast. dem Seminar und der Kathedrale.

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