SALAMANCA. 12. Reute. 155

‘de!
HUB!
18

aniß

Carts: CO, del Pasaje® (S. 152), im Durchgang an der Westseite der
plan Mayor; C. Suiz0, Calle de Zamora, unweit der Plaza Mayor.
Posr (Correo; Pl, C3) an der Westseite der Plaza Mayor.
Räper an der Südseite der Plaza San Francisco (Pl. AB3).
BucHBANDLUNG: Viuda de Calcn &amp; Hijo, Plaza Mayor 33 (Photogr.),
SrIERZIRKUS (Plaza de Toros), einer der größten Spaniens, im N. der
Stadt, 10 Min. vor der ehem. Puerta de Zamor&amp; (Pl. O4, 2).
Bei beschränkter Zeit (1 Tag): Plaza Mayor (S. 154); Casa de las
Conchas (S. 154); Neue und Alte Kathedrale (S. 154, 155); Römerbrücke (S. 159);
Universität (S. 150); San Esteban (S. 157); Torre del Clavero (S. 158); Casa de ka
Salina (8. 458); Agustinas-Kirche (S. 158).
Salamanca (807m), mit 24 500 Einw., Hauptstadt einer Provinz,
Sitz eines Bischofs und einer berühmten alten Universität, verdient
nicht nur wegen der großen geschichtlichen Erinnerungen einen
Besuch, sondern auch wegen der Fülle von Bauten aus seiner Blütezeit,
 deren helles Sandsteinmaterial im Laufe der Jahrhunderte einen
wundervollen goldbraunen Ton angenommen hat. Die Lage der Stadt
auf einem welligen, vom Tormes-Tal nach N. ansteigenden Gelände,
inmitten einer fast baumlosen Hochebene, ist wenig anziehend;
hübsch aber der Blick auf die fernen, häufig schneebedeckten Gipfel
der Pefa de Francia im S. und der Sierra de Avila im SO. Das
Klima weist die schärfsten Gegensätze auf, der Winter ist fast ebenso
rauh wie in Burgos und Avila, der Sommer unerträglich heiß.
Salamanca ist das antike Salmantica, das im 3. 7 vor Chr. von Hannibal
 erobert wurde, dann in der Römerzeit zu Lusitanien gehörte und an
der römischen Straße von Merida nach Astorga lag. Während der Maurenherrschaft
 viel umstritten, On Salamanca zu neuer Bedeutung, als Alfons
 VI, von Kastilien um 400 zahlreiche Ansiedier, namentlich Franzosen,
in das Land rief und die Stadt durch die „Condes repobladores“, den
Grafen Raimund von Burgund und dessen Gemahlin, die Infantin Urraca,
vergrößern und verschönern ließ. Berühmt ist das wahrscheinlich aus dem
Ende des xı7 Jahrhunderts stammende Stadtrecht, das Fuero de Salamanca,
Den Weltruf der Stadt begründete jedoch erst die von Alfons IX. von Leön
(+ 1230) errichtete Universität, welche die kastilische Hochschule in Palencia
bald überflügelte, schon 1954 von Papst Alexander IV. den drei großen
Hochschulen von Bologna, Paris und Uxford im Range gleichgestellt, dem
übrigen Europa die arabische Wissenschaft vermittelte und im xvi. Jahrhundert
 von fast 70C0 Studenten aus allen Ländern besucht wurde. Der
Niedergang der Stadt begann mit der Verlegung der Residenz von Toledo
nach Valladolid durch Philipp 1l., der Errichtung eines Bistums in Valladolid
 (1598), das bis dahin Salamanca untergeordnet war, sowie der Austreibung
 der Moriscos im J. 1610. Neue Wunden schlugen die Wirren
des spanischen Erbfolgekrieges und ein Jahrhundert später der spanische
Freiheitskrieg, Die Franzosen unter Thicbaut befestigten Salamanca 1811,
rissen die südwestlichen Stadtteile nieder, die seitdem in Trümmern liegen.
und plünderten die Stadt 1812 nach der Zehlacht bei Arapiles (S. 159).
Man betritt vom Bahnhof aus die Stadt an dem (1.) hübschen
Park Alamedilia und dem (r.) Alten Stierzirkus vorbei durch die
ehem. Puerta de Zamora (Pl. C 1, 2). Eine breite, aber wenig belebte
 Straße, die Calle de Zamora, führt von hier südl. an der (r.)
Kirche San Marcos (Pi. C 2), einem merkwürdigen Rundbau romanischen
 Stils von ca. 4200, und weiter an der (r.) Plazuela de Santo
Tome und dem (1) Palaeio de los Maldonados de Amatos (jetzt
Kasino) entlang zu der großen, quadratischen