154 Route 12. SALAMANCA. Von Medina d, C.

*Plaza Mayor (Pl. © 3), dem schönsten Platz seiner Art in
Spanien, Die ihn umgebenden vierstöckigen Gebäude, deren Bogenzänge
 abends als Promenade dienen, sind aus dem xvım, Jahrb., die
Casu del Ayuntamiento, auf der Nordseite, von Churriguera, Östl.
grenzt die Markthalle (Mereado, Pl. C 3, 4; 1907) an. — Die Calle
le] Prior an der Westseite führt zur Augustinerinnen-Kirche (S. 168).
Durch den Durchgang in der SW.-Ecke der Plaza Mayor gelangt
 man mit wenigen Schritten zu der Kirche
San Martin (Pl. C 4), einem spätromanischen Bau, angeblich
1103 gegründet. Das nördl. Portal, mit merkwürdigen Kapitälen
und Relief, der h. Martin seinen Mantel mit dem Bettler teilend, ist
aus dem xım, Jahrh., das Renaissanceportal an der Südseite ist von
1536, Das Innere, dreischifüg mit spitzbogigen Arkaden im Mittelschiff,
 enthält sieben gotische Grabmäler,
Von der Südseite der Martinskirche führt die Calle de Garcfa
Barrado (früher C. de la Rua) südwestl, zur Kathedrale. Halbwegs
r., Ecke der Calle de Melendez, steht an einem kleinen Platze die
*Casa de las Conchas (Pl. B 4; vgl. S. 11x), von 1544, Eigentum
 des Marqugs de Valdecarzana, benannt nach den Pilgermuscheln,
Jie die Fassaden zieren und sich an den Fenstergittern wiederholen,
Schön ist auch der Hof und die Kassettendecke des Treppenhauses
(Trkg. 30 c.). — Gegenüber, in der Calle de Mel6ndez, das
SEMINARIO CONCILIAR (Pl. B 4; Priesterseminar) oder Colegio de
ia Compakia, nach Juan Aömez de Mora’s Entwurf 1617-1750 für
die Jesuiten errichtet, eine gewaltige Gebäudegruppe von 20000qm
Flächenraum, mit großer kuppelbekrönter Barockkirche.
Den 1811 angelegten Domplatz, Plaza del Colegio Viejo
(Pi. B 5), umgeben west]. die Universität (S. 156) und der 1436 erbaute
 Palacio Episcopal, n.ö. das ehem, Colegio Viejo oder C. de Sarı
Bartolome, 1401 von Diego de Anaya (S. 156) gegründet, seit 1760
arneut, südl, die Neue Kathedrale,
Der Bau der *Catedral Nueva (Pl. B 5) wurde 1509 den Baumeistern
 Antön Egas und Alonso Rodriguez übertragen. Streitigkeiten
 mit dem Domkapitel führten 1513 zur Übertragung der Bauleitung
 an Juan Gil de Ontahin (S. 1Iv), doch wurde der Bau nach
vielen Unterbrechungen erst 1733 vollendet, Somit bietet die Katheürale
 ein Bild des Wechsels der Zeiten und des Kunstgeschmacks,
den spätgotischen und plateresken sind barocke Bauteile zur Seite
getreten, Der 110m h. Turm an der SW.-Ecke wurde nach 1755
zum Schutze gegen Erdbeben mit Granit- und Sandsteinauadern
ummanert,
Die Westfassade zeichnet sich durch reichen bildnerischen
Schmuck aus, — Über dem Nordportal (Puerta de Ramos oder P. del
Taller) ein Relief, Christi Einzug in Jerusalem.
Das *Innere (geöffnet 9-101/9 und 3-41/9 Uhr; Eintr. 1 p., mit
Einschluß der alten Kathedrale), eine 104m }].. 48m br. Hallen-