158 Route 12. SALAMANCA. Von Medina d. ©,

Plaza de Colön (Pl. C 4; ehem, Plazuela de 1a Yerba). In der
Mitte ein 1892 errichtetes Erzstandbild des Kolumbus, mit Reliefbüsten
 Isabellas der Katholischen und Diego de Deza’s am Sockel.
— In der NO.-Ecke des Platzes steigt die Torre del Clavero auf,
1480 für den Schlüsselmeister des Alcäntara-Ordens Francisco de
Sotomayor errichtet, noch Eigentum dieser Familie; den unten
viereckigen, oben achteckigen Turm umgeben acht auf Konsolen
ruhende Nebentürmchen (Cubos; S. 33).
Am Anfang der zur Plaza Mayor (S. 154) führenden Calle de San
Pablo liegt 1. die Casa de 1a Salina (Pl. € 4), von den Fonsecas 1516
erbaut, jetzt restauriert und Palacio de la Diputacidn Provineial,
Hübsche Fassade mit einer Vorhalle im Erdgeschoß und malerischer
 Hof.

Die von der Plaza Mayor nach W, führende Calle del Prior
Pl. CB 3; S. 154) mündet auf die Plazuela de Monterey (Pl. B 3).
Wenige Schritte nördl., Calle de Bordadores 6, die Cusa de las Muertes
 (Pl. B 3), aus dem Anfang des xvı. Jahrh., mit der Medaillonbüste
 des Erbauers, Erzbischofs Alfonso de Fonseca (} 1512). —
Südwestl. an der Plazuela de las Agustinas der Pulacio de Monterey
(PL. B 3; S. zx1), von den Grafen gl. N. im xvr, Jahrh. erbaut, mit
zwei hohen Ecktürmen, — Schräg gegenüber das 1598-1636 errichsete
 Kloster der Agustinas descalzas (Pl. B 3), dessen Kirche gute
Bilder von Ribera enthält: im 1. Seitenschiff ein h. Januarius mit
dem Vesuv im Hintergrund ; im r. Querschiff die Madonna mit den
H. Dominikus und Antonius von Padua; am Hochaltar die S. 1Lxxxv
arwähnte *Inmaculada;, gleich anziehend durch Farbenpracht wie
lurch die Schönheit der Gestalt der h. Jungfrau (1635).
Von den nahen Anlagen der Plaza de San Francisco (Pl. A B 3)
arreicht man s.w. mit wenigen Schritten das ehemalige
Colegio del Arzobispo (Pl, A 3; vgl. S. zıx), 1527-78 erbaut,
jetzt Seminar für irische Geistliche ( Colegio de Nobles Irlandeses).
Über dem plateresken Portal von Alonso de Covarrubias ein Relief,
der h. Jakob besiegt die Mauren, Vom Eingang r. in die Kirche,
die einen Altar von 1529 enthält. Der von Pedro de Ibarra erbaute
zweistöckige Hof ist wegen seiner reizvollen Säulenkapitäle und
vortrefflichen Medaillonbüsten (S. uxvı1) bemerkenswert.
Die oben gen. Calle de Bordadores führt von der Plazuela. de Montevey
 südl. nach der 1104 gegründeten, im xVvr. Jahrh. erneuten Kirche San
Benito (Pl. B 4), mit platereskem Südportal und zahlreichen Grabdenkmälern.
 Hinter der Kirche zwei Privatbauten derselben Zeit, die Casa de
los Suärez Solts de Cakada und die Casa de los Maldonados de Morillo.
In den östl. Stadtteilen ist nur die Kirche Espiritu Santo (Pl. D 3;
vgl. S. 11x) vom J. 1541, mit reichem Südportal von Berruguete und
hübschem Retablo, zu erwähnen.
Eine Promenade, mit Aussicht auf das Gebirge (vgl. S. 153),
führt um die Stadt herum, — Von den alten, seit 1147 errichteten
Stadimauern sind nur wenige Reste an der Südseite vorhanden. Im
SW. der Stadt, 3 Min. unterhalb der Kathedralen, überschreitet eine