164 Route 13. OVIEDO.

Von Le6n

P, 10, Omn. !/2p.; H. de Paris (Pl. c: D 3), Calle Urfa 14, P. 8-15 p.,
Omn. 75 c., mit Restaurant.; H, Colunguesa, Calle de Jovellanos %5
(PL. 2 2), P; 8.12 p. — Carts (S. xxvi): Paris, Calle de Fruela 2 (Pl. D 3);
6. del Pasaje, neben Hotel de Paris.
STRAßGENBAHN, in Verbindung mit den Zügen (15 c.): Nordbahnhof (Pl. B
0 2)- Uria- Fruela- Jesüs - Plaza Mayor (Pl. E 3).
DROSCHKEN (coches de punto; am Nordbahnhof, auf der Plaza Mayor und
der Plaza de la Diputaciön Provincial): die Fahrt, 1-2 Pers. 1 p., mehr
Pers. je 50 c.; die Stunde 1-2 Pers, 2, mehr Pers. je 1 p., jede folg. 1/2 St.
1p. und 506.; Kleingepäck je 50 c., Koffer nach Übereinkunft, .
BUCHHANDLUNG: J/, Marlinez, Plazuela de Riego; Aaldn, Calle San Juan 2,
Post (Correo, Pl. C 2), Calle Posada Herrera. — TELEGRAPH (Pl. C 92)
nördl. von der Post.
Oviedo (228m), das antike Ovetum, Provinzhauptstadt mit
23000 Einw., Sitz eines Bischofs und einer Universität, liegt auf
zinem Hügelabhang an der Nora, von fruchtbarem Flachland und
malerischem Bergland umschlossen. Es entwickelte sich seit dem
vım, Jahrhundert aus einem von Fruela I. gezründeten Mönchskloster
 und wurde 792 von Alfons II., dem Keuschen, zur Residenz
des aufstrebenden Königreichs Asturien erhoben (S. xxx1x). ‚Ebensowenig
 wie die Normannen vermochten gegen Knde des x, Jahrhunderts
 die Mauren, die unter Almansor in Asturien eindrangen,
sich Oviedos zu bemächtigen, Ihre Bedeutung verlor die Stadt, als
die siegreichen Reconquistadores weiter nach S. vorrückten. Im
Mai 1809 hatte sie eine dreitägige Plünderung durch die Franzosen
zu erdulden, Jetzt macht sich der Aufschwung der Montanindustrie
(S. 163) bemerkbar,
Die "KATHEDRALE (PL.E 3) Hegt am Monte santo, auf der Stelle
einer von FruelaT, errichteten Kirche, die 830 von Alfons II. wiederhergestellt
 und mit schützenden Wällen umgeben wurde, Der Grundstein
 zu dem heutigen Bauwerk gotischen Stils wurde 1388 vom
Bischof Gutiegrrez de Toledo gelegt. Der Ausban zog sich bis in das
XVIL, Jahrhundert, Die Kathedrale ist dreischiffig, mit Kreuzschiff,
halbkreisförmigem Abschluß und Umgang im O.; 67m lang, 22m
breit, im Mittelschiff ca. 20m, in den Seitenschiffen ca, 10m hoch,
Das Material ist vorwiegend Kalkstein (Piedra caliza). Die Hauptfront
 hat drei von einer Vorhalle geschützte elegante Spitzbogenportale.
 Von den geplanten beiden "Türmen ist nur der südliche
zum Ausbau gelangt, 1539 vollendet, 82m hoch und von staunenswerter
 Kühnheit und Zierlichkeit. Er hat fünf Geschosse, von denen
die drei untersten, wie auch der fein durchbrochene Spitzhelm, in
rein gotischem Stile ausgeführt sind, das vierte hingegen in Struktur
und Ausschmückung den Einfluß der Renaissance zeigt. Der Ein-3ang
 zum Turm ist am Westende des rechten Schiffs; der Aufstieg
ist lohnend, der Rundblick auf die Umgebung von Oviedo sehr schön,
Die älteste Turmglocke („Wamba“) stammt aus dem Jahre 1219 und
hing ursprünglich in einem von Alfons VI. über der Cämara santa
(S. 165) errichteten Turm, dessen Trümmer an der Südseite, von
ter Calle de 1a Corrada del Obispo aus, sichtbar sind.
Das Innere der Kathedrale macht mit seinen schlank emDdor-