174 Route 14. LA CORUNA,

ag nieder. Bekannt sind auch die englischen Seesiege bei La Corula vom
{4, Juni 1747, wobei die französische Flotte unterlag, und vom 22, Juli
1805, der mit der Vernichtung der französisch-spanischen Flotte endete,
Am 16. Januar 1809 fand auf der benachbarten Höhe von Elvifia ein blutiges
 Treffen statt, durch welches Marschall Soult vergeblich die im Rückzuge
 befindlichen Truppen des General Moore an der Wiedereinschiffung
zu hindern suchte und in welchem letzterer fiel. 1823 wurde die Stadt
noch einmal von den Franzosen, 1836 wurde sie von den Karlisten eingenommen.
 — Eine Eigentümlichkeit von La Corußs sind die Fenstergalerien
(Miradores) als Windschutz, — Im August werden zu Ehren der sagenhaften
 Schutzpatronin Marfa Pita große Feste gefeiert,
Wie die meisten nordspanischen Hafenstädte, besteht auch La
Corußa aus einer oberen Alt- und einer unteren Neustadt, Letztere,
 la Pescaderfa genannt, ist aus einer Fischeransiedelung entstanden
 und wird jetzt von dem wohlhabenderen Teile der Bevölkerung
 bewohnt. Der Bahnhof (Pl. B 6) liegt im S. des Hafens.
Hier auch die große Tabakfabrik Ia Palloza (Pl. B 6). Im NW. des
Hafens laufen die belebte Avenida de los Cantones (el Cantön pequefio,
 el Cantön grande; Pl B 4), sowie die schönen Anlagen des
Paseo de Mendez Nüfez, wo im Sommer täglich Abendkonzerte
stattünden, und die Alameda entlang, mit dem 1896 errichteten
Standbild des Deputierten Daniel Carballo, von Farilio. — Parallel
der Alameda führt die namentlich abends sehr belebte Calle Keal
(Pl. B 4), mit ihrer Fortsetzung, Riego de Agua, am Theater vorüber
 nach der Plaza de Maria Pita (Pl. C 3), einem ausgejehnten
 freien Platz, an dessen Nordseite das neue Stadthaus (Palacio
municipal oder Ayuntamiento; Pl. 1) steht.
Die enggebaute Altstadt (Ciudad Vieja; Pl. 0 D 3, 4) liegt auf
einer Anhöhe im N, des Hafens, wo seit 1906 Trockendocks angelegt
 werden. Den Mittelpunkt bildet die mit Anlagen geschmückte
Plaza de la Constitucidn oder del general Azeärraga (Pl. 11): hier
südl. die Capitanfa general (Pl. 2; zugleich Gerichtsgebäude); west!.
die Kirche Santiago 8), unweit nördl. die Kirche Santa Marta
del Campo (Pl. 3: C 3), beide aus dem xIL-xmı Jahrh,, mit romanischen
 Portalen (vgl. 8.117). Östlich der Jardin de San Carlos (Pl. 10),
mit der Ruhestätte des Generals Moore (s. oben).
Von der großen Kaserne Cuartel de Alfonso XII (Pl. 5) gelangt
man n.w. nach dem katholischen und dem englisch-protestantischen
Friedhof und weiter an dem (}.) Munitionsmagazin (Parque de Sarı
Amaro; Pl. B 2) vorüber in ca. 20 Min. nach dem Leuchtturm
Torre de Hercules (Pl. A 1), der auf 56m hoher Felsenhöhe im
NW. der Halbinsel aufragt, Der Unterbau ist römischen Ursprungs,
wahrscheinlich aus der Zeit des Trajan. Der moderne Name ist willkürlich.
 Eine in den Fels gemeißelte große Inschrift, die von einem
meist unzugänglichen Steinhäuschen überdeckt ist, nennt den römischen
 Architekten, Der obere Teil des Turmes ist 1792 aufgebaut
worden, Prachtvolle *Rundsicht.
Dampfboote fahren täglich (in 11/4 St., für 3, 2 und 1 p.) nach El Ferrol
(Hot. Suizo, Calle Real 114, P. von 7 p. an; deutsches und österr.-ungar.
Vizekonsulat), dem Hauptkriegshafen Spaniens am Atlantischen Ozean, in