176 Route 15. OQORENSE. Von Monforte

Portale der Nord-, West- und Südseite; über ersterem eine figurenreiche
 Pietas in Relief (xv. Jahrh.). Der Portikus (el Paraiso) ist
durch spätere Zutaten, Einbau von Altären und geschmacklos erneuts
 Bemalung verunstaltet, In dem dreischifügen Innern bemerkenswert:
 die Vierungskrönung von Rodrigo de Badajoz (zv.
Jahrh.); das Chorgestühl von Diego de Solis und Juan de Anges
(xv1. Jahrh.), nebst Gitterwerk von J,B. Celma; ferner das platereske
Gitter des Presbyteriums, mit Reiterbild des h. Martin, und im 1.
Querschiff das Grabmal des Bischofs Vasco Marifio. In der Capilla
Mayor der gotische Retablo, das silberne Tabernakel (XvIL Jahrh.)
und rechts das Grabmal eines unbekannten Prälaten, mit Darstellung
des Jüngsten Gerichts (xıv. Jahrh.). In der Capilla del divino Cristo
ein altes Kruzifix, der Überlieferung nach ein Werk des Nikodemus
(8.538) und 1330 an die Küste Galiciens geschwemmt, Ein silbernes
Prozessionskreuz in der Sakristei wird dem älteren Arphe (S. LXvIm)
zugeschrieben.
An der Calle del Instituto das Erzstandbild des in Orense geborenen
 gelehrten Benediktinermönchs Fray Benito Jerönimo Feijio
1676-1764), von J. Soler (1887).
Die Calle del Progreso führt 8. nach der Plaza del Obispo Cesäreo
und weiter über einen Viadukt. Hier 1. das Instituto mit dem
Provinzialmuseum, einer kleinen Sammlung von prähistorischen und
römischen. Altertümern sowie einigen Bildern (nicht immer zuvänglich;
 beste Zeit 12 Uhr).
Die heißen Schwefelquellen las Burgas (66-68°), südl, am Fuße
des Stadthügels, werden im Sommer stark besucht (das „spanische
Karlsbad“). Der starke Wasserstrahl liefert 125 1 in der Minute.
Mit dem Mineralbad Caldas de Orense, Zkm von der Stadt, besteht
regelmäßige Wagenverbindung,

Weiter am Mifio entlang durch reiches Getreideland; im Hinterzrunde
 die Berge von Benama, — 60km Barbanles, — 74km Ribadavia,
 Stadt von 2100 Einw., an der Einmündung des Avia in den
Mifio. — 85km Filgueira, Kurort mit schwefel-, eisen- und sodabaltigen
 Quellen. — Schöne Ausblicke auf die Felsschluchten des
Mio. Mehrere Tunnel. Von dem 1. mündenden Bache Visido an
bildet der Mifio die Grenze zwischen Spanien und Portugal. Unmittelbar
 an der Grenze sieht man den Barja-Fall in der Schlucht
Pases de San Gregorio. — 96km Frieira, 101km Pousa. Tunnel.
109Lm Arb6, mit Salmfischereien. — 121km Las Nieves. 128km Salvatierra,
 Hauptort der weinreichen ehem. Grafschaft dieses Namens,
am Fluß Alcabre, wie das gegenüberliegende portugiesische Moncdo
von mittelalterlichen Mauern umgeben. — Weiter über den Alcabre;
136km Caldelas, ein besuchter Kurort, Die Bahn verläßt den MiNo.
141km Guillarey, Knotenpunkt für die Bahn nach ( 8km) Valengca
do Minho (Oporto-Lissabon), s. S, 178. Omnibus nach Tüy (S, 178)
In 1/2 St. für DO c,