182 Route 15. SANTIAGO DE C. Kathedrale,

die des Kardinals Pedro Varela (1574), des Juan Mergalejo (1534) und
des Francisco Pefia und seiner Gattin (xıv, Jahrh.); in letzterer auch
ein Fresko, Kreuzabnahme, aus dem Ende des xv. Jahrhunderts,
Die Capilla de I@ Corticela stammt angeblich aus dem x. Jahrhundert;
 ihr Westportal ist romanisch, mit Säulenschäften in den
Pfeilern und skulptierten Kapitälen; der Verbindungsgang zum
Querschiff der Kathedrale ist modern.
Bemerkenswert ferner: in der Capilla del Santo Cristo de Burgos
(Gr. 12) das Grabmal des Erzbischofs Pedro Carrillo (+ 1667),
und in der Capilla de San Fernando (Gr. 15) die Reliefs am Retablo
 des r, Seitenaltars (xv.-xvi. Jahrh.), Darstellungen aus der
Lebens- und Leidensgeschichte des Apostels Jakobus. — In der
Capilla de las Reliquias (Gr. 14; Zutritt nur 9 Uhr vorm.) die Gräber
der Dofia Berenguela, Gemahlin Alfons’ VI., der Könige Ferdinand
 IL. und Alfons IX. von Leön, der Juana de Castro, Gemahlin
Peters des Grausamen, und anderer Fürsten, sowie ein barocker Altar
 von Bernardo Cabrera (1633) mit Standbildern der Tugenden,
Von den Kleinodien und Reliquien, die nicht immer und nur in großer
Entfernung gezeigt werden, sind zu erwähnen: die Cruz de Alfonso II7,
ähnlich der Cruz de los Angeles in Oviedo; Keich und Patene des h, Rosendus
{xv. Jahrh.) ; Reliquiarium mit einem Splitter der Dornenkrone (xv. Jahrh.);
eine silberne, vergoldete Custodia von Ant. de Arphe (1554, s. S. LXX);
der Schüdel des Jakobus Alphaei, mit silberner Umhüllung in Schädelform
{xıv, Jahrh.); eine Phiole mit Muttermilch von der h, Jungfrau.
Unmittelbar hinter dem Westportal (el Obradoiro, 8. 8. 180)
liegt der *Pörtico de la Gloria, eine von Kreuzgewölben
überdeckte dreiteilige Vorhalle in der ganzen Breite des Langhauses,
 mit überaus reichem Skulpturenschmuck, nach Street „eine
der größten Zierden der christlichen Kunst“, von Maestre Mateo
nach zwanzigjähriger Arbeit 1188 vollendet (S. 1x1r), Ein prachtvolles
 Doppelportal mit vielen Statuen entspricht dem Mittelschiff,
zwei ebenfalls reiche Portale den Seitenschiffen, An dem das Mittelportal
 scheidenden Pfeiler, auf einer Säule mit der Wurzel Jesse,
die sitzende Statue des Apostels mit Pilgerstab, Oben am Kapitäl
des Pfeilers die Versuchung Christi und Engel, die ihm dienen.
Die Seitenpfeiler des Mittelportals, sowie die der Seitenportale sind
mit den Figuren anderer Apostel und von Propheten geschmückt,
Im Bogenfelde des Mittelportals erblicken wir die sitzende Gestalt
 des Erlösers, mit erhobenen Händen, umgeben von den vier
Evangelistensymbolen, und acht Engel mit Passionswerkzeugen,
und darüber 42 Figuren von anbetenden Gerechten; in dem Rundbogen
 darüber die 24 Ältesten der Apokalypse. Über den Seitenportalen
 sind 1. das Fegefeuer und r. die Hölle dargestellt, Von
der ursprünglichen Bemalung sind nur noch Spuren vorhanden.
Auf der Rückseite des Mittelpfeilers des Hauptportals bemerkt man
am Sockel eine knieende Figur, die für das Porträt des Meisters
Mathäus gehalten wird,
Der KREUZGANG (claustro), der aus dem südl, Querschiff (bei
Zar Puerta de Platerfas, S. 181) zugänglich ist, wurde 1521-1546