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Die Stadt. SANTIAGO DE C. 15. Route. 183

vom Erzbischof Fonseca jm plateresken Stil erbaut und ist einer
der geräumigsten und schönsten in Spanien (8. 11x). Die Flügellänge
 beträgt 35, die Breite 5,gom. — In der anschließenden Sala
Capitular, die mit flandrischen und in Madrid nach Entwürfen von
Teniers und Bayeu angefertigten Wandteppichen geschmückt ist,
wird der 8. 181 erwähnte botafumeiro bewahrt,
Die unterirdische Kirche (Iglesia baja) unter dem Pörtico de la
Gloria, die man außen von der Haupttreppe aus betritt (Gr. 16),
stammt aus dem XIL Jahrhundert. Sie besteht aus einem Langund
 einem Querschiff, mit ornamentierten Gewölben und mächtigen
Drfeilerbündeln. Die Apsis hat fünf Altarnischen,

An der Plaza Alfonso XI (PLB 3; 8. 180) liegen ferner :
neben der Kathedrale der erzbischöfliche Palast; — nördl. das * Hospital
 Real, 1489 von den Katholischen Königen gegründet, 4501-4510
 von Enrique de Egas (8. zvır) erbaut; bemerkenswert das Eingangsportal,
 die vorderen Höfe im Renaissancestil, sowie in der
Kapelle die schön skulptierten Eckpfeiler der Vierung und das Gitterwerk
 von Maestre Guillen (1556); — südwestl. der Palacio Consistorial,
 1766-1772 vom Erzbischof Bartolome Rajoy erbaut, jetzt
Sitz der städtischen Behörden und des Gerichts; im mittleren
Ghiebelfelde eine Reliefdarstellung der sagenhaften Schlacht bei Clavijo
 (844) und darüber eine Reiterstatue des h. Jakobus; — südl,
das Colegio de Sarı Jerönimo, mit schönem Portal des xv.-XvI. Jahrhunderts,
 jetzt Normalschule,
Gegenüber dem n. Ausgang der Kathedrale, an der Plaza de la
Inmaculada (S. 181), liegt das Kloster S. Martin Pinario (Pl. B 3),
jetzt Seminar, mit n. anschließender Kirche; die Klosterfassade
wurde 1590 von Mateo Löpez begonnen, der stattliche Hof und die
Kirche 1645 von Antonio Gonzälez vollendet; beachtenswert in
letzterer das Chorgestühl von Fernando de Prado (1644) und vier
Türen mit alten Tapeten 308 Cordobaleder im Chor hinter dem
Hauptaltar, sowie der Altar der h. Escolastica in der ersten T,
Seitenkapelle, mit Holzskulpturen von Ferreiro (1787).
Das n.w. gelegene große Kloster 8. Francisco (P1.B2) stammt
aus dem zır. Jahrhundert, ist jedoch , wie die zugehörige Kirche,
im xvL-xviL Jahrh. gänzlich erneuert worden; bemerkenswert das
Standbild des h, Franziskus über dem Kirchenportal, von Ferreiro,
ferner das in der Klosterpförtnerei befindkiche Grabmal des Stifters
Cotolay, aus dem XII, Jahrh., und der Kreuzgang, von 4613, mit
Teilen des ursprünglichen Baues,
In dem an das Colegio de San Jerönimo (s. oben) stoßenden,
1544 errichteten Colegio Fonseca hat die medizinische Fakultät
ihren Sitz; beachtenswert das Renaissanceportal von Alava und der
schöne Patio.
Die Rua del Villar (Pl. B 4), mit Arkaden im Erdgeschoß der
Häuser, ist die Hauptgeschäftsstraße der Stadt. — In der parallel