UND NAVARRA. 187

he

Nne



11x

er
F-‚ta


S-Dr

er
al

es
lie

rt

N-=


3

an

Ah

nl

ud
ed

i

.{L

A
ie
el

Am

70
za

«+1

il

“2

ar

(mm

;h
m

ze
nn
.B

„x

ım den Leib eine violette oder tote Binde (faja), die als Tasche
Jient; kurze, geschlitzte und knopfbesetzte schwarze Sammethosen,
ınter denen eine weiße Hose hervorkommt; lange Strümpfe und
Alpargatas (Hanfsandalen); als Kopfbekleidung dient ein gewunjenes
 greilfarbiges Seidentuch, das den Oberkopf unbedeckt 1äßt.
Die Navarresen haben die baskische blaue Boina (8. 6) beibehalten,
hier meist chapela (Mütze) genannt. In der kälteren Jahreszeit fehlt
keinem die meist blau und weiße mania, ein plaidartiges Tuch.
Berühmt ist Aragonien durch seine Fueros (vom latein. forum),
eine magna charta des Adels, der eifersüchtig an seinen Vorrechten
festhielt und das Königtum zu einer Schattenexistenz herabdrückte.
Ein besonderer Beamter, genannt e/ Justicia, war eingesetzt, damit
jeder, der sich durch einen Akt des Königs beschwert fühlte, an
ihn appelliere. Diese Fueros sind von allen Königen beschworen
worden. Doch wurde der Eid gelegentlich auch gebrochen. Ramiro al
ließ die aufsässigen Adligen ohne weiteres Verfahren hinrichten
(S. 208). Peter IV., genannt del Pufial, zerschnitt 1348 die Urkunde,
 welche die Uni6n, eine Art Gegenregierung des Adels, gestattete,
 mit seinem Dolche (pufial) und rief, als er sich dabei an
der Hand verwundete, verächtlich aus: tal fuero sangre de rey habla
de costar! „Solch ein Stück Papier mußte Königsblut kosten!“
Philipp II. sandte Truppen nach Zaragoza, wohin sich sein Minister
Antonio Perez, beim dortigen Justicia Juan Lanuza Beschwerde
führend, geflüchtet hatte, und ließ diesen 1591 öffentlich hinrichten.
 Philipp V. hob die Fueros 1707 auch formell auf,
16. Von Madrid nach Zaragoza,

341km. Eisenbahn (Ferrocarriles de Madrid &amp; Zaragoza y Alicante):
Luxuszug (nur I. Kl. mit 10 Proz, Zuschlag; Schlafwagen, Bett inkl. Zuschlay
 bis Zaragoza 15, bis Barcelona 25 p.; Speisewagen bis Sighenza) in
72 St. ; Expreß (I. u, III Kl, mit Speisewagen) in 71/4 St. ; Personenzüge
in 10'/2-181/4 St. für 42.65, 33.05, 20.25 p. Alle Züge gehen über Caspe
(R, 20) durch bis Barcelona: 6£Skm, in (Expreßzüge) 14%/4-15'/a St., für 85,05,
31.25, 40.10p. Abfahrt in Madrid von der Zstaciön del Mediodta (S. 47);
in Zaragoza von der Kstaciön del Sepulero (S. 194). — BAHNRESTAURANTS
in Guadalujara, Ariza, Caselas und Zaragoza. — Die Bahn übertrifft die
Bahn über Medina del Campo-Burgos bei weitem an Jandschaftlicher Schönheit.
 Bis jenseit Medinaceli (S, 491) bleibt sie auf kastilischem Gebiet.
Madrid s. 8. 47. — Die Eisenbahn umzieht den hochgelegenen
südöstl. Stadtteil. — 7km Vallecas, mit weitem Blick über die
kastilische Hochebene; im S. der Punto (S. 298); im 0. der abgestumpfte
 Kegel Cerro de Almod6var. — 11Km Viedlvaro, in
öder Landschaft mit Steinbrüchen. L. erscheint das Guadarramazebirge.
 — Bei (19km) San Fernando, einer königlichen Domäne,
überschreitet die Bahn den von N, kommenden Jarama (S. 120).
23km Torrejön de Ardoz, von Mauern umgeben: im Sommer
Diligenceverbindung nach den Bädern von Loeches (11km; 650m), mit
aner Crahefätte der herzogl. Familie Alba im dortigen Kapuzine-