188 Route 16. ALOALA, Von Madrid

rinnenkloster. R., am Fuße eines Höhenzuges, fießt der in den
Jarama mündende Henares, Bald zeigt sich die gıüne Talebene von
34km Alcala de Henares (614m; Gasth,: Fonda Hidalgo, Calle
Mayor), Stadt von 11 200 Einw., der Römer Complutum, der Mauren
al-Kal'a („die Festung“), Vaterstadt des Cervantes und der Katharina
von Aragonien, ersten Gi mahlin Heinrichs VIII. von England.
Berühmt war die 15(8 vom Kardinal Jimenez (S, »11v) gegrindete
Universität, die mit Salamanca wetteiferte und zeitweise an 12000
Hörer gezählt haben soll, aber 1836 nach Madrid. verlegt wurde.
Die 1514-17 auf Jimenez’ Veranstaltung in Alcalä gedruckte „Biblia
complutensis“, mit hebräischem, lateinischem, griechischem und
chaldäischem Text, war die erste größere Polyglottenbibel,
Auf der Plaza Mayor oder de la Constituciön steht ein Bronzestandbild
 des Dichters des Don Quijote, Miguel Cervantes (1547-1616);
 an der Südseite des Platzes ist die Kirche Santa Marta, in
welcher Cervantes am 9. Okt. 1547 getauft wurde. Östl. der Plaza
Mayor ist das Colegio de San Ildefonso, das ehem. Universitätsgebäude,
 im xXvı, Jahrh, von Pedro Gumiel und Rodrigo Gil de
Ontafiön errichtet, mit drei Höfen, einer Aula (Paraninfo) und. einer
Kirche. — Aus der SW.-Ecke der Plaza Mayor führt die Calle de
Escritorios zu der Plaza de los Santos Nifios, mit der 1908 restaurierten
 gotischen Kollegiatkirche (i@ Magistral), von Vovarrubias
(3, 11x), die das aus der Universitätskirohe hierher übertragene
*Marmorgrabmal des Kardinals Jim6nez (+ zu Roa im J. 1517), von
dem Florentiner Domenico Fancelli und Bartolome Ordöfiez (S, LXVII),
sowie schöne Rejas von Juan Frances besitzt, R, gelangt man zur
Plaza del Palacio, mit dem ehem. Palast der Erzbischöfe von Toledo,
gleichfalls von Covarrubias (S. 11x), mit großen Höfen, Treppen,
bemalten Holzdecken, 1876-78 restauriert, der gegen 40m lange
maurische Salön de concilios von Manuel de Laredo farbenprächtig
erneut, Im W,-Flügel befindet sich das Staatsarchiv Archivo General
Central (geöffnet 9-12 u. 2-4, im Sommer 3-6 Uhr; Trkg. 50 6.), mit
einem Teile der Urkunden von Toledo, Simancas (S. 839) u. a., aus dem
XV.-31X, Jahrh., die in 70 Sälen Schränke von insgesamt 51/;km Frontlänge
 füllen, Die viereckigen Türme westl, vom Palast sind Re: te
maurischer Befestigung (x1Iv. Jahrh.). — Die Calle de Santiago führt
öst], weiter; in der vierten Querstraße r., der Calle de Cervantes, bezeichnet
 eine Gedenktafel die Stelle des Geburtshauses des Dichters.
Anmutige, von den Guadarrama-Bächen bewässerte Landschaft.
11km Meco, — 46km Azuqueca. ;
57km Guadalajara (641m ; Bahlnrestaur.; Gasth.: Fonda Espanola,
F, del Norte, beide einfach; Cafe- Rest, Pretty Room, Calle Mayor, gut;
Omnibus in die Stadt 25 c.), Provinzhauptstadt mit 11500 Einw.
am 1, Ufer des Honares, das mauıische Wad-al-hadschara („Geröllbett“),
 von Alvar Yüfez de Minaya, dem Genossen des Cid, erobert,
Kine schattige Allee führt zu der 1758 auf römischen Fundamenten
erbauten Brücke über den Fluß, Auf der Plaza del Conde Romanones