192 Route 16, CALATAYUD. Von Madrid

232km Ateca, alte Stadt von 3100 Einw., mit maurischen Türmen
und einem alten Schlosse, welches der Cid 1073 eroberte. — Die
Talschle wird breiter, die Weinkultur nimmt zu. Die Bahn überschreitet
 den Manubles. — 238km Terrer, Später über den Giloca.
245km Calatayud (522m; Bahnrest., auch Z.; Fonda del Muro,
leidlich, P. 6 p., Omn. 50 e.), Städtehen von 9600 Einw., 1km 1.
von der Bahn malerisch im Talgrund des Jalön gelegen, überragt von
maurischen Burgen des vıın. Jahrh. („Schloß des Ayub“). Alfons I,
von Aragonien eroberte die Stadt 1119. Die meist ärmlichen Häuser
sind aus Lettenziegeln erbaut und gleich einzelnen Kirchtürmen (so
der achtseitige Turm von San Andres) baufällig. Die dreischiffige
Kollegiatkirche Santa Marfa, einst Moschee, hat an der Südseite ein
1907 restauriertes Renaissanceportal von J. de Talavera und Etienne
Veray (1528; vgl. S, zxx1). Die zweitürmige Kollegiatkirche del
Santo Sepulero, erbaut 1141, erneuert 1613, war einst die Hauptkirche
 der Tempelritter in Spanien. — In der Umgebung viele
Höhlenwohnungen, von denen die der Morerfa und die an dem
Camino de la Soledad einen Besuch verdienen.
Bei Bambolx, 3km östl., an der Heerstraße von Merida nach Zaragona,
lag die von italischen Ansiedlern gegründete Stadt Bilbilis, Geburtsort des
römischen Dichters Martial (ca. 40-100 nach Chr.), berühmt durch Eisenwerke,
 Waffenschmiede, auch Goldverarbeitung, und durch die Pferdezucht
die im ganzen nordöstlichen Spanien blühte.
Von Calatayud nach Valencia, 2094km, Eisenbahn, täglich ein
Personenzug in 9 St., für 18.20, 14.95, 3.80 p.; außerdem ein Lokalzug (nur
MM. u, IM, Kl.) bis Teruel in 51/4 St. — Die Bahn führt im hübschen Tal
des Güloca aufwärts, 5km Paracuellos de Giloca; 10km Maluenda Velilla,
mit drei Pfarrkirchen und sechs Klausen; 13km Moratn de Giloca; 17km
Fuentes de Ailoca; in der Umgebung Gips- und Marmorbrüche; 28km Villa-Feliche,
 zwischen zwei Hügeln, mit den Resten einer maurischen Moschee;
mehrere Tunnel; 27km Murero, am Fuß des Romeral. — 35km Daroca
(Gasth,: Antigua de Lozano, dürftig, P. 5 P., Omn. 50 e.), ärmliche Bezirksstadt
 mit 3600 Einw., malerisch am Abhang der Punta de Almenara in
einer tiefen Schlucht des Giloca gelezen, Sie führt ihren Ursprung auf
die Keltiberer zurück und blühte unter der Maurenherrschaft, bis sie 1121,
nach dem hier von Alfons I. errungenen Siege, an Arazonien kam. Aus
der Maurenzeit rühren die fast 83km 1. Rinzmauern mit 114 Türmen und
das Felsenkastell (Kalat Daruka) her. Bester Blick von der NO.-Seite, wo
ein im xvr, Jahrh. erbauter, 6l/&gt;m hoher, 530m 1. Tunnel (/@ mina de
Daroca) den Abfluß des Hochwassers nach dem Giloca vermittelt. Von
den fünf Kirchen ist die aus dem xmm, Jahrh. stammende, im xvz, Jahrh,
restaurierte gotische Kollegiatkirche Santa Maria beachtenswert. — A5Kın
Bdäguena, in prächtiger Vega; in der Nähe Ruinen einer 1383 von Peter
dem Grausamen von Kastilien zerstörten Feste. — Jenseit (52km) Zuco
äher den Navarrete, — 60km Calamocha, in weiter Ebene; auf einer Anhöhe
 die Ermita de Santa Bärhara, — 68km Caminreal, am Rio Rija und
von der Landstraße Zaragona-Valencia durchschnitten; dabei die hochgelegene
 Ermita de San Cristöbal und zahlreiche Fabriken von Alparvatas
(S. 187). 74kın Monreal del Campo; 81km Villafranca del Campo, mit den
reichen Minen Ojos nezros; 11ikm Cell, Von rechts kreuzt eine Schmalspurbahn
 der gen. Minen und begleitet unsere Linie bis Sagunt.
131km Teruel (Bahnrestaur, ; Gasth.: H. Turia, H, Central, Omn. 50 0.),
Hauptstadt der südl, Provinz Aragoniens, mit 12000 Einw., am 1. Ufer
des Guadalaviar (S. 231). mit spärlichen Resten einer mittelalterlichen
Befestigung und einem 1537-53 erbauten zweistüöckigen Aquädukt, An der
Nordseite der Kathedrale (XvI. Jahrh.) ein Bronzestandbild des Mönches