Geschichte, ZARAGOZA. 17. Route. 195

Theater: T. Principal (Pl. D 3), Calle de Don Jaime I; 7. de Pignatelli
’Pl. C 4), Calle de la Independencia; 7. Circo (Pl. D 3, 4), Calle de San
Miguel; 7. Parisiana, Calle de la Independencia, — STIERZIRKUS (Plaza de
Toros; Pl. B 2, 3), Calle de Pignatelli; Spiele im August, sowie am 13, und
iA. Oktober (s. unten),
Feste, Das Hauptfest, mit bemerkenswerten Prozessionen, ist der
{2. Oktober, an welchem Tage große Pilgerscharen kommen, An den folgenden
 Tagen pflegen Stierkämpfe stattzufinden. Auch der 29. Februar ist ein
zroßer Festtag. — Am 24. und 29. Jum Volksfeste an der Casa Blanca (S. 202).
Zeiteinteilung. Die beiden Kathedralen sind den ganzen Tag geöffnet.
Die Aljaferia wird nur mit besonderer Erlaubnis gezeigt. Die Hauptsache
in Zaragoza ist die Lage der Stadt, der eigeutümliche Charakter der Altstadt
 und der Blick auf die Umgebung. — Bei beschränkter Zeit(1Tag):
lie beiden Kathedralen (S. 196, 198) und ihre Umgebunz; Paseo del Ebro
and Puente de Piedra (S. 1%); LZonja (S. 196); Calle de Don Jaime (S. 149),
Calle Alfonso I (S. 199), Plaza de la Constitueiön (S, 199); Audiencia (S. 200) ;
Umgebung von San Pablo (S. 200); Aljaferia (S. 201); Calle de la Independencia,
 Sunta Engracia (S. 201); Abendaussicht beim Torrero (S. 202).
— Ausflug nach dem Munasterio de Piedra (2 Tage) s. S. 191.
Zaragoza (184m), deutsch nach der Aussprache auch Suragossa
zeschrieben, mit 110 000 Einw., Hauptstadt einer Provinz, Sitz eines
Krzbischofs, des Generalkapitäns von Aragonien und einer Universität,
 am r. Ufer des Ebro, ist der Mittelpunkt des Ebrobeckens
und als wichtigste Brückenstadt seit alters von Bedeutung für den
Verkehr aus den Pyrenäen nach Kastilien. Um den altertümlichen
Stadtkern, mit den festen Adelshäusern (solares), sind neue breite
Straßen entstanden. Dank der Bewässerung durch den Kaiserkanal
(S. 186), Ebro, Huerva und Gällego prangt die Umgebung in üppiger
 Fruchtbarkeit (la Huerta). Wunderbar ist der Blick über das
ES Tiefland (S. 186), über welchem die ganze Kette der
TE neebedeckten Hochpyrenäen aufsteigt: — Im Sommer beträgt die
emperatur durchschnittlich 23-24° C,, im Winter 5-6°, sinkt aher
gelegentlich bis —7°%; im Sommer kommen Monatsschwankungen
on 2 , im Winter von 22,g° vor. Die schönsten Monate sind April
uns ie

„ Die Geschichte Zaragozas, des iberischen Salduba, reicht nicht
über Kaiser Augustus zurück. Dieser erkannte die günstige Lage des
Platzes im Mittelpunkte des Ebrobeckens, von wo der Gällego n. nach
Hocharagonien, der Huerva und Jalön s. zum zentralen Hochlande führen,
und machte ihn zur Colonia Caesaraugusia (woher der heutige Name), sowie
 zum Sitze eines „conyentus juridicus“ (8. 255). [Geringe Reste der
altrömischen Stadimauer sind u. a. am Convento del Sepulcro erhalten;
P), E2,8,] Die Sueven unter Rechiar eroberten die Stadt 452, die Westzöten
 476. Sie ent:agte zuerst dem Arianismus und hielt sich im
J, 538 tapfer gegen die Franken unter Childebert und Chlotar II. Als die
Mauren die Halbinsel eroberten, fiel „Saracusta“ den Berbern zu, deren
Scheikh Suleimdn al-‘Arabi, Statthalter von Barcelona, 777 Karl den Großen
in Paderborn) gegen den Emir ‘Abderrahmän I. von Cördoba (S. 3567) ins
Land rief, Die Unternehmung verlief jedoch unglücklich, da Karl wegen
les Aufstandes der Sachsen die Belagerung von Zaragoza aufgab, um nach
Franken zurückzukehren (vgl. S. 204). — Alfons I. von Aragonien (el
Batallador) entriß Zaragoza den Mauren nach einem fünfjährigen Kriege
und neunmonatiger Belagerung im J. 1118. Es wurde nun die Residenz
der aragoni:chen Könige, verlor aber viel von seiner Größe durch «ie
Heirat Ferdinands mit Isabella und die Verlegung der Hauptstadt nach
lem zentralen Kastilien. Im spanischen Erbfolgekriege (20. August 1710)
schlugen hier die Enzländer unter Stan’ one die Franzusen,