204 Route 18. PAMPLONA, Von Zaragota

78km Tudela (257m; Fonda de Remigio), Stadt von 9500 Einw.,
am r. Ufer des Ebro, über den eine alte Brücke von 19 Bogen führt,
und am 1. Ufer seines Zuflusses Queiles, Die Kathedrale ist aus dem
x. Jahrh. (vgl. S. 11); am Hochaltar ein Gemälde von Pedro Diaz
aus Oviedo (1489-94); Reste von Wandmalereien (S. uıxxvI).
Von Tudela Zweigbahn (in ca, 1'%4 St., für 2.75, 2.10, 1.25 BP.) 8, w.
über (11km) Coscante, das antike Cascantum, am Queiles, mit Kirche aus
jem Xvı. Jahrh, (Retablo s, 5. LXXII), nach (22km) Tarazona (Fonda de
Hilario Calavia)}, bei den Römern Turiaso, Stadt von 7900 Einw., am Queiles;
Kathedrale aus dem xı. Jahrh. (Retablen aus dem XV.-XVI. Jahrh.), nebst
Kreuzgang aus dem Anfang des Xvı. Jahrh., mit bemerkenswertem Backsteinornament;
 Zu Magdalena, romanisch, im Innern modernisiert, mit
schönem Glockenturm. — 11km s. das ehem. Zisterzienserkloster Veruela
;S. 203). — Von Tarazona täglich Diligence (9-10 St.; 64a, 8, 9p.) über
17km) Agröda, in dessen Nähe die Ruinen des römischen Augustobriga sind,
und den Paß Puerto de Madero (1190m) nach (67km) Soria (Numantia; 8, 190).
Rechts Blick über das gewundene Ebrotal; im N, die Pyrenäen.
Die Ebrodörfer in dieser Richtung sind Arguedas und Valtierra,
94km Castejön (Inselbahnhof; Bahnrest.; Gasth.: H, de Suiza,
9. 8 p.), Knotenpunkt für Pamplona, in ziemlich flacher Landschaft.
— Diligencen nach (175km) Soria (S. 190), nach den (28km) heißen
Bädern von Fitero, am Albhama- Fluß, und nach (35km) Grävalos,
Von Castejön über Pamplona nach Alsasua, 140km, Eisenbahn,
 in 6-9 St., Di. Do, Sa. Räpido (I. u. Il. Kı1.) in 3%, St., für 17.50,
18.15, 7.90 p., bis (88km) Pamplona in 21/24 St., für 11, 8.25, 4.95 p. Außerdem
 verkehrt auf dieser Strecke der Räpido Barcelona-Zaraguza-Hendaye
(nur I, Kl. mit Schlafwagen) — Wichtigere Stationen: 20km Marcilla;
40km Olite, Städtehen von 2000 Einw., mit altem Schloß der Könige von
Navarra und zwei got. Kirchen, San Pedro (schöner hoher Turm) und Santa
Maria (S. Lx111); — 45km Tafalla, Stadt von 5000 Kinw,, ebenfalls mit altem
Schloß und zwei spätgotischen Kirchen; in Santa Maria ein bemerkenswerter
 Retablo (S, LXX1T),. — Die Eisenbahn durchschneidet einen modernen
Ayuädukt. 88km Pamplona, s, unten; — 110km Zrurzun (S. 12); dann im
Tal von Araquil aufwärts, zwischen der Sierra de Andia im 8, und der
Sierra de Angiar im N. — 11km Huarte-Araquil, — 140km Alsasıua, 3. 5, 13,
Pamplona (444m; Bahnrest,; Gasth.: La Perla, Plaza de 1a Constituciön,
P. 10-20, Omn. 1p.; Julidn del Norte u. &amp;.), Stadt von 27200 Einw., auf
einem flügel am 1, Ufer des Arga, von einer alten Festungsmauer umgürlet,
ist das römische Pompaelo, eine Gründung des großen Pompejus, nach dem
sie ihren Namen führt. Die Stadt wurde 4716 von den Westgoten unter
Kurich, dann 42 und, nach kurzer Unterwerfung unter die Mauren, im J. 778
abermals vorübergehend von den Franken besetzt, war seit 905 Hauptstadt
des Königreichs Y/avarra und wurde 1512 von den Kastiliern erobert.
Die gotische KATHEDRALE, an der Östl. Stadtmauer gelegen (Sakristan
an der Ostseite, Plaza de San Jose 7), an Stelle eines romanischen Baues,
1397 von Karl JIL von Navarra begonnen, stammt großenteils aus dem
XII1.-XV, Jahrh, (S. LIv); die Fassade ist modern, die beiden 50m h. Türme
sind von 1780, Das sehöne dreischitfige Innere, mit beiderseitigen Kapellenreiben
 und eingebautem Chor, enthält gutes Renaissance-Chorgestühl von
Miguel de Ancheta (1530) und am Hauptaltar eine alte vielverehrte silberbekleidete
 Holzstatuette. Aus dem r. Seitenschiff führt ein prachtvolles
Portal, mit einem Giebelrelief, Tod Mariens, in den malerischen Kreuzgang
S. 131). An diesen grenzen östl. die Capilla Barbazano, mit dem Grabmal
ihres Stifters (+.1355), südl. das Portal zur ehem, Sala Preciosa, dem
Sitzungssaal der Cortes von Navarra, Daneben das ehem. Refektorium mit
ler Küche; in letzterer die Sarkophage Karls III, und seiner Gattin Leonore
von Kastilien, mit Alabasterstatuen (1426; S. LXIV). In der SW.-Ecke die
Capilla de Santa Uruz, deren Gitter aus den bei Las Navas (8. 517) erbeuteten
Ketten vom Zelte des manrischen Feldherrn en-Näsir hergestellt jat.