nach Miranda de Ebro. CALAHORRA. ' 18. Route, 205

Westl. von der Kathedrale ist die Casa Municipal (Ende des zvır, Jahrh.),
lie in einem kleinen Museum die Kostbarkeiten vereinigt, die dem aus
Pamplona gebürtigen Geigenvirtuosen Pablo de Sarasate (1844-1902) auf
‚einen Kunstreisen verehrt wurden, Unweit südl. die gotische Kirche
Jan Saturnino. Etwas weiter südl. die ausgedehnte arkadenumgebene Plaza
jel Castillo oder de Im Constitucidn, auf der Südseite begrenzt vom Theater
and von der Diputaciön provincial, mit Bildnissen Ferdinands VI. und
jeiner Mutter, angeblich von Goya, Dicht dabei der Stierzirkus. Die Front
ler Diputaciön Provincial ist nach dem Paseo de Sarasate oder de Valencia
zerichfet, an dem sich die ursprünglich romanische Kirche San Nicolds
and ein 1903 errichtetes Denkmal zur Erinnerung an die Fueros von
Navarıa (S. 187) befinden, Der Paseo führt westl. nach dem schattigen,
aussichtreichen Jardin de Im Taconera. Südl. erhebt sich die Zitadelle,
Ein Fahrweg (Diligence 10 p.) führt, von Pamplona n.ö. im Tal des
Arga aufwärts über (Akm) Villaba, (6km) Huarte, (14km) Zarrasoala nach
(36km) Burguete (H. des Postes, P. 7 p.), und von da weiter in die Pyrenäen
hinein: km Roncesvalles (franz. Roncevaua; 981m), mit alter Augustinerıbtei
 und got. Wallfahrtskirche, am Eingang des berühmten Passes von
Roncevaus (1207m), dem Einbruchstor der nordischen Völker im frühen
Mittelalter und Schauplatz der Niederlage der Nachhut des von Zaragoza
zurückmarschierenden Heeres Karls d. Gr. (S. 195); weiter über die franz.
Grenze nach St-Jean-Pied-de-Port, 3. Bredekers Sud-Ouest de la France,
_ Von Pamplona Autobus nach Estella (3. 206), 41km in 2 St. für
5 p.; auch täglich Dampfomnibus. Autobus nach San Sebastian 8. 8. 10.
Die Bahn überschreitet die Grenze von Altkastilien. Nördl, blickt
man in das breite Tal des Arag6n, das zum navarrischen Hochlande
insteigt (Carcastillo, Sangüesa, S. LXII). — 100km Alfaro, alte Stadt
mit 5900 Einw., einst der Schlüssel Navarras, Die Bahn überschreitet
den Alhama; r. jenseit des Ebro Miülagro, an der Mündung des Aragön,
mit Schloßruine. — 109km Rincdn de Soto. I. hat man die Sierra
del Madero (1190m), sowie Aldea nueva. — Weite Getreideebene.
122km Calahorra (Gasth.: HM. Espinosa, H, Inclän, beide dürftig,
P, 6 p., Omn. 50 c.), alte Stadt von 9400 Einw., 1. über dem Cidacos
aufsteigend, die Calayurris Nassica der Iberer, berühmt durch die
hartnäckige Verteidigung der Anhänger des Sertorius gegen die
Römer unter Pompejus und später Afranius, Wenige Reste be-4eichnen
 die Lage eines römischen Zirkus und eines römischen
Aquädukts (S. 206). Die am Cidacos gelegene Kathedrale, den
in enthaupteten Märtyrem Emeterius und Celedonius geweiht, seit
045 bischöflich, erneuert 1485 von Maestre Juan, mit späteren
Veränderungen, bewahrt ‚in Schreinen auf dem Hochaltar zwei von
d a Katholischen Königen gestiftete silberne Urnen mit den Gebeinen
der beiden Heiligen (vgl. S. 22); großes Pilgerfest am 31. August.
Von Calahorra tägl. Diligence nach (99km) Soria (S. 190; ca. 10 St).
Auf der andern Seite des Ebro liegen die sogen, „Vier Städte“:
San Adriän, Andosilla, Lerfn und Azagra, Dahinter breitet sich eine
Wüste, die Solana aus, die erst bei Haro (S. 207) endigt, im N.
von. einem Hügellande begrenzt, in das die Flüsse Arga, Ega und
Odrön tiefe Talspalten gegraben haben. Dahinter steigt das Kalkzebirge
 der Sierra de Andta (1495m) auf,
30km "s.w."von Calahorra liegen die heißen Schwefelquellen (52° C.)
von Arnedillo (Gasth.: Fonda de Miranda; Unterkunft auch im Kurhaus).
Der Wer führt am (idacos aufwärts üher (15km) das Städtchen Arnedo-