206 Route 18. LOGRONO. Von Zaragoza

Am 1. Ufer, von Getreidefluren umgeben, (135km) Lodosa, mit
Höhlenwohnungen vielleicht noch aus der Maurenzeit. Das Tal wird
enger; in der Solanawüste drüben erblickt, man die Trümmer des
römischen Aquädukts (S, 205). — 142km Alcanadre. Die Schichten
der beiden Uferhöhen wechseln in rot und weiß, der Ebro ist ganz
tot, — 149km Mendavia, der Ort am 1. Ebrou)er. Dicht an der Balın
r. Agoncillo, das römische Egon, mit altem viertürmigen Schloß.
Dann über das Flüßchen Leza nach (162km) Recajo, in wasserlose:
Talebene. Im NW. die mächtige Sierra de Cantabria, das Grenzgebirge
 gegen die Concha von Alava (S, 14). L. öffnet sich der
große Talzirkus des Iregua, im Hintergrunde die meist. schneebedeekte
 Sierra Cebollera (2176m) und der Pico de Urbiin (225öm)
an dessen Südseite der Duero entspringt. — Über den Iregua.
171km Logrofio (320m; Gasth.: H, de Parts, H. del Comereio, beid,
am ‚Bahnhof, einfach), Hauptstadt der altkastilischen Provinz d. N.
(S. 2), mit 15900 Einw., in der weinreichen Rioja schön am Ehre
gelegen, über den eine 1138 erbaute, zuletzt 1884 erneute 198m 1
steinerne Brücke /Puente de Piedra) und eine 1882 erbaute 330m 1.
eiserne Brücke (Puente de Sagasta) führen. In der Nähe des Balınhofs
 der Paseo del Principe de Vergara oder Espoldn, mit 1895 errichtetem
 Keiterbild des Generals Espartero (Kopie des Madrider
Denkmals, S. 81). An der Plaza de la Constituciön die zweitürmige
Kirche Santa Marta de la Redonda, aus dem xv.-Xvmr. Jahrh., mit
dem Grabmal Espartero’s (} 1879) 1. hinter der Capilla Mayor und
Holzschnitzereien im Coro, Die Kirche Santa Marta del Palaeio
wurde angeblich von Konstantin dem Gr. gegründet; im Kreuzgang
Fresken von Jos6 Vexes (7 1782). Ein Brunnen im Paseo de Sagasta
arinnert an die Verdienste dieses Staatsmann2s um die Stadt,
In Logrofio saß August v. Goeben (S. 9) vom 14. Sept 1836 bis 8, Juni
1837 als Gefangener; am 10, Juni entwich er beim Transport halbwegs
Miranda de Ebro, indem er üher den Ebro achwamm. Am 19, Dezember
überschritt er mit einem karlistischen Korps unter dem Marschall Gareia
bei Mendavia (s. oben) den stark angeschwollenen Ebro und geriet, nach
schwerer Verwundung am 13. Jan, 1838, abermals in Gefangenschaft der
Cristinos, die ihn nach Madrid und später nach Cddiz brachten.
Von Logrofio Landstraße s.w. durch die Rioja über Navarrete (km
südl. von Fuenmayor, S. 207), wo Peter der Grausame von Kastilien 1367
mit Hilfe des englischen „Schwarzen Prinzen“ die Franzosen unter Heinrich
von Trastamara und Duguesclin schlug, nach — (25km) Näjera, alte Stadt
von 2800 Einw., am Najerilla. überragt von einem Kastell, im xmn. und XIV.
Tahrh. zeitweise künigliche Residenz, In der Kirche des 1052 gegründeten
Klosters Santa Marta ein schöner Coro von 1495 und Grabmäler der KÜnige
von Navarra, Kastilien und Leön (vgl. 8. 1x1); schöner Kreuzgang. — 17km
3,.W. San Millän de 1a Cogolla, mit 537 vom bh. Millän gegründeter Benediktinerabtei,
 die in der Kunstgeschichte eine Rolle spielt: der jetzige
Bau im Herrerastil ist aus dem xvı, Jahrh. (Schrein des h. Milldn, S. 1x1;
Betablo, S. Lxxvrı; Bilder von J. Rizi, S, XUv/XcV1). — 19km west). von Näjera,
an der Straße nach Burgos: Santo Domingo de la Calzada, mit 8800 Kinw.
and frühgotischer Kathedrale (1180-1235), die Capilla Mayor und der Kreuzgang
 aus dem Xv. Jahrh.; der Bischofssitz jetzt in Calahorra,
Eine andere Landstraße (Diligence; Aikm in 6 St. für 6 P-) führt von
Logrokio n.5. über (8km) Viana nach Estella, um Zgu, mit 8.hönen gotijchen
 Kirchen (S. LxXImn); von da Auto-Omnibus nach Pamplona (s, S. 505),