208 Route 19. MONZON. Zaragoza-Lerida.

Apsiden; bemerkenswert das Renaissance-Chorgestühl und ein alabasterner
* Hochaltar (1520-38), das Hauptwerk des Damidn Forment (S. Lxx), mit
Reliefdarstellungen der Kreuztragung, Kreuzigung und Kreurzabnahme ung
Medaillonbildnissen des Künstlers und seiner Gattin.
Gegenüber der Kathedrale steht die große Casa Cönsistorial, — Wenige
Schritte nördl, das Issrrruro PROVINCIAL, in der ehemaligen, unter den
aragonischen Königen blühenden, auf Sertorius (S. 207) zurückgeführten
Universität, Es enthält einen überwölbten Raum aus dem xır. Jahrh.
MTrkg. 50 c.), nach der Sage 1136 Schauplatz der „Glocke von Huesca“:
König Ramiro II. zeigte hier den aufrührerischen Großen eine „Glocke,
die man im ganzen Lande hören würde“, d. h. er ließ 16 Adlige enthaupten,
ınd 15 Köpfe in Form eines Glockenrandes auf den Boden legen, den
letzten Kopf aber in der Mitte als Klöppel aufhängen,
Die 1100-1211 erbaute Kirche San PzEdxo beim Mercado nuevo, dreiachiffig
 mit Tonnengewölben und drei halbrunden Apsiden, gehört zu den
iltesten romanischen Bauten des Landes (S. 111); die Vierungskauppel aus
späterer Zeit. An der NO.-Ecke der Kirche ein sechsseitiger Glockenturm, an
der Südseite ein 1889 stark restaurierter roman. Kreuzgang des xu. Jahrh..
mit dem Grabe Ramiro’s II. (s, oben); 8. auch S. 1x1,
Diligence nach (50km) Barbastro (s. unten) in 4 St. für 4 p.
117km Sabifdnigo. Omnibus im Sommer (elektr. Bahn geplant) im Val
de Tena aufwärts über Biescas nach Panticosa, mit berühmtem Schwefelbad
(s. Bredekers Sud-Ouest de 1a France).
138km Jaca (820m; Fonda Mayor), Städtchen von 4900 Einw., das seinen
altiberischen Namen unverändert bewahrt hat, Hauptort der angeblich schon
8386 durch Fueros (S. 187) ausgezeichneten Berglandschaft Sobrarbe (S. 186).
Die turmreiche Stadimauer stammt z. T. ans dem x. Jahrhundert, Die
Kathedrale wurde 1040 von Ramiro I. gegründet, aber später mehrfach umzestaltet;
 der Eingang zur Capilla de San Miguel, der Marmorretablo in der
Cap. de la Trinidad und ein Bischofsgrabmal in der Cap. de Su Majestad
sind im plateresken Stil ausgeführt. Die Casa consistorial und andere Gebäude
 zeigen ebenfalls plateresken Stil, Die Apotheke in der Calle Mayor
hat in einem Hinterraum eine Artesonadodecke aus dem xV. Jahrhundert.
Schöne Aussicht von der Zitadelle, die von Philipp II. erbaut ist. — Eine
Fahrstraße führt n. im Valle de Canfranc aufwärts nach (51km) Urdos, ar
ler französischen Grenze, s. Bedekers Sud-Ouest de 1a France,

Die Linie nach Lerida behält die s,ö. Richtung bei; 1, mehrfach
Aussicht auf die Pyrenäen, — 68km Grafen, am 1. Ufer des Isuela.
lem die Bahn über (78km) Polifino abwärts folgt.
90km Sarifiena, Städtchen von 3300 Einw., in fruchtbarer Landschaft
 auf einem Hügel zwischen dem Isuela und dem Alcanadre.
Von Sarifiena führt 8.56. eine Fahrstraße nach (15km) Villanueva de
Sigena, am Alcanadre. In der Nähe das 1188 von Alfons Il, von Aragonien
and seiner Gemahlin Sancha von Kastilien gegründete Kloster Sigena, mil
romanischen Überresten und dem Grabmale der Stifterin: im alten Kapitel-3aal
 bemerkenswerte gotische Wandmalereien,
Auf 25m h. Viadukt über den Alcanadre, dann durch einen
Tunnel, 100km Lastanosa, in öder Hügellandschaft, — Nun über
Jen Tormillo nach (122km) Selgua, am Cinca.
Kine Zweigbahn (20km in 1 8t.) verbindet Selzua mit dem nördl.
am Vero gelegenen Barbastro (Gasth.: F. la Castellana), einer alten, jetzt
schr verkommenen Stadt von 7000 Einw., Bischofssitz, mit einer Kathedrale
ars dem XYI. Jahrhundert, — Diligence nach Huesca, 8. oben.
Auf 195m 1. eiserner Brücke über den Cinca.
127km Monzön (Gasth.: F, de Alcober), Städtchen von 3800
Einw., einst Versammlungsort der aragonischen und katalanischen
Cortes, die in dem Juego de Pelota benannten Gebäude tagten.