nach Barcelona. FIGUERAS. 21. Route. 215

den tief eingesenkten Col de Portus ( Perthus), über den, wie man annimmt,
 218 vor Chr. Hannibal nach Italien zog. Links Kap Creus und
Kap Norfeo. Die fruchtbare Ebene mit den Flüssen Liobregat menor,
Muga, Manol und Fluviä, welche die Bahn überschreitet, ist das
weinreiche Ampurdän, das den Namen des alten Emporiae (s. unten)
bewahrt, — 20km Peralada, Dann über den Muga,
27km Figueras (Gasth.: H. de Paris, P. von 8 p. an, Omn. 50 c.,
ampfohlen), Hauptort des Ampurdän, mit 10700 Einwohnern. ‚Das
fünfeckige Castillo de San Fernando (146m), unter Ferdinand VI.
erbaut, nimmt die Stelle eines Kapuzinerklosters ein. Am 3. Mai
beginnt eine dreitägige Feria, mit Stierkämpfen,
45km östl. (Diligence) liegt an dem gleichnamigen Meerbusen die kleine,
auch als Seebad. besuchte Hafenstadt Rosas (am Meer eine ordentl. Fonda),
das griechische Rhode. Halbwegs die Festung Castellön de Ampurias, in
deren Namen die Erinnerung an das griechische Zmporion fortiebt. Die
Bedeutung dieser beiden Griechenstädte (S. xxxvır) ist durch zahlreiche
Münzen mit griechischer und iberischer Aufschrift bezeugt. Emporion lag
auf einer landfest gewordenen Insel, die heute den Ort S. Martin de Ampurias
Srägt, und dehnte sich über den von der einheimischen Bevölkerung bewohnten
 Hügel aus. Erkennbar sind der aus gewaltigen Quadern gefügte
Hafendamm, die südliche Stadtmauer und auf den Hügeln am Meer zahlceiche
 Gräber, Ein kleines Museum birgt die Fundstücke. Auch die alte
Be Ba are Kan dor begonnen, Bester Ausgangspunkt zum
egunch ist die Station San Jor gs. unten), v in
Escala fährt (leidl. Fonda), 6 ar WAL ES nat GES
Eine andere Straße (Diligence) führt von Figueras s.w. nach (26km)
Besalık, einem altertümlichen Städtchen, einst Hauptort einer Grafschaft
Ad. N., mit alter Flußbrücke und interessanten frühromanischen Kirchen,
uns weiter im Fluviä-Tal aufwärts nach (40km) Castellfullit de Ia Roca und
(48km) Olot (Fonda de Europa; S, 217), welche das Zentrum ehemaliger
vulkanischer Tätigkeit bilden, „Es erheben sich daselbst 14 Eruptionskezel,
 einige derselben, wie der Monte de Santa Margarita und der Bosch
de Tosca, mit wohlerhaltenen Kratern, welche große Massen basaltischer
Laven über die tertiären Ablagerungen ergossen haben. Mehrere erloschene
Vulkane stoßen aus Spalten und Löch ern Ströme von atmosphärischer Luft
gewaltsam und mit Geräusch aus (sog. bufadors). Castellfullit selbst liegt
auf einem basaltischen Lavastrom, welcher aus fünf Schichten säulenförmig
abgesonderter Lava besteht.“ ( Wüllkomm.)
32km Vilamalla; 37km San Miguel de Fluviä, mit altem romanischen
 Turm. Dann über den Fiuvi@g, Sandstein und Nagelfluh
beherrschen die Bodenformation. — 43km Camallera, Die Bahn
senkt sich in das fruchtbare Tal des Ter. — 48km San Jordi (nach
dem antiken Emporion 8, oben). Über den Ter und in seinem Tal
aufwärts. — 52km /lassä, von wo eine Zweigbahn nach (42km) La
Bisbal und dem kleinen Hafen (34km) Palamds (Korkausfuhr). —
50km Celrä; r. das Fort San Juliä, im Bau, und weiterhin Sarriä
mit großer Steinbrücke, darüber die Costa Roja und weiter der
Kegelberg Roca Corba (992m). Die Bahn umzieht die Nordseite von
Gerona und überschreitet den Ofiar, der hier in den Ter mündet;
dann erreicht sie den im SW, der Stadt gelegenen Bahnhof.
68km Gerona (187m; Bahnrest.; Gasth.: H. del Comercio, P.
5-7 p., einfach gut; H. de los Italianos; H. del Centro; Omn,
25-50 e.), altertümliche, im O. noch von der alten Mauer ein-